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Medikamente können Nebenwirkungen haben.

Alzheimer

Schlafmittel können Demenzrisiko verdoppeln

Medikamente können Nebenwirkungen haben, das ist bekannt. Aber Schlafmittel sind besonders heikel, wie Forscher nun herausgefunden haben. Sie erhöhen das Alzheimer-Risiko bei älteren Menschen. 

Dass bestimmte Wirkstoffe in Arzneimitteln bei Senioren Gedächtnisprobleme hervorrufen können, ist bekannt. Besondere Schlafmittel mit sogenannten Benzodiazepinen hat nachweislich eine negative Wirkung auf die Erinnerung und Konzentration von älteren Patienten.

Nun berichten Forscher im "British Medical Journal", dass die Einnahme von Schlafmitteln mit Benzodiazepinen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verdoppeln kann. Demnach sind die Folgen schon fatal, wenn ältere Menschen die Pillen länger als drei Monate schlucken.

Im Rahmen der Studie werteten Sophie Billioti de Gage von der Universität Bordeaux und ihre Kollegen medizinische Daten von mehr als 120.000 Senioren aus. Dabei zeigte sich, dass die Einnahmedauer sowie die Dosierung des Arzneimittels einen Einfluss darauf haben, im späteren Leben an Alzheimer zu erkranken.

Benzodiazepine werden, wie auf der Webseite des Wissensmagazins scinexx.de zu lesen ist, hauptsächlich als Beruhigungsmittel bei Angstzuständen, Depressionen oder auch gegen Schlafstörungen verschrieben. Besonders häufig geschieht dies demnach eben bei älteren Menschen. Doch gerade die oben genannten Symptome sind oft Vorboten einer Demenz, wie Alzheimer. Um sicherzugehen, dass die Schlafmittel nicht zur Behandlung der ersten Symptome verschrieben wurden, beachteten die Forscher nur Medikamenteneinnahmen, die mehr als fünf Jahre vor der Alzheimer-Diagnose verordnet worden waren.

Die Forscher hoffen nun, dass sich Ärzte genau überlegen, ob und wie lange sie Patienten Schlafmittel mit Benzodiazepinen verschreiben.

Prominente, die ihr Gedächtnis verloren 

ml

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