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Nicht nur Männer sind betroffen, aber bei Frauen wird das Schnarchen häufig erst viel später vom Partner bemerkt.

Schnarchen ist nicht gleich schnarchen: Wenn das nächtliche „Sägen“ der Gesundheit schadet

Gauting, Juli 2019: Rund jeder dritte Bundesbürger tut es - schnarchen! Die wenigsten aber wissen, dass es nicht nur nervig sondern tatsächlich gesundheitsgefährdend sein kann.

„Nicht selten steckt hinter dem vermeintlich harmlosen Schnarchen eine ernstzunehmende Atmungsstörung, wie die so genannte Schlafapnoe, die unbedingt medizinisch behandelt werden sollte“, erklärt Dr. Maximilian Bauer, Leiter des Schlaflabors an der Asklepios Lungenfachklinik Gauting. Schnarcher, die tagsüber permanent müde sind und sich nie mehr ausgeschlafen fühlen, sollten ihren Arzt aufsuchen. Der überweist sie im „schlimmsten Fall“ in ein Schlaflabor, wo die Nachtruhe von Spezialisten wie Dr. Bauer überwacht und ausgewertet wird. „Das tut nicht weh, hilft aber, die Ursachen der Schlafstörung zu ermitteln und eine individuelle Therapie einzuleiten“, so der Schlafmediziner.

Chronischer Schlafmangel: Gesundheitsgefährdend und persönlichkeitsverändernd

Eine Schlafapnoe bezeichnet das wiederholte Aussetzen der Atmung während des Schlafs und gehört zur Gruppe der schlafbezogenen Atemregulationsstörungen. Soweit die Theorie. In der Praxis heißt das: Wer nachts 10 bis 15 Atemaussetzer in der Stunde hat, leidet an Schlafapnoe und ist tagsüber oft dauergereizt, konzentrationsschwach und permanent müde. Im schlimmsten Fall führt die Müdigkeit zum gefährlichen Sekundenschlaf. „Alles Symptome, die sehr viel Lebensqualität kosten“, weiß Dr. Bauer, der seit mehr als 20 Jahren Menschen dabei hilft, wieder ruhig schlafen zu können.

Die größte Überwindung: Das Schnarchen frühzeitig als Problem anzuerkennen

Oft behandle er Patienten, die schon ihr halbes Leben lang starke Schnarcher sind und durch das-nie-ausgeschlafen-sein im Laufe der Zeit sogar ihre Persönlichkeit veränderten. „Verschenkte Jahre“, bemerkt der Schlafmediziner, der in punkto Schnarchen zu mehr Abklärungsbereitschaft appelliert: „Schnarchen ist eine Schlafstörung, für die sich niemand schämen muss“. Je früher eine medizinische Abklärung vom Haus-, HNO- oder Lungenfacharzt erfolgt, desto größer ist für den Betroffenen und seine Angehörigen der Nutzen hinsichtlich Gesundheit und Lebensqualität.

Jede Schlafapnoe beginnt mit einem harmlosen Schnarchen

Die Untersuchungen im Schlaflabor sind völlig schmerzfrei.

Schnarchen entsteht, wenn Atemwege eingeengt sind. Fast immer ist es dabei die Zunge, die nach hinten rutscht und das Fließen der Luft behindert. Faktoren, die dies begünstigen, können sein: Alkohol (Muskelspannung lässt nach, Zunge fällt nach hinten), Körperlage (in Rückenlage fällt die Zunge automatisch nach hinten), Gewicht (die Zunge speichert Fett!) oder der Anatomie des Unterkiefers (Überbiss/kleiner Unterkiefer – die Zunge weicht nach hinten aus). Da mit zunehmendem Alter das Körpergewicht in der Regel steigt – die Zunge also an Fett zunimmt und die Atemwege so stärker blockiert – wird aus jedem noch so harmlosen Schnarchen mit den Jahren eine potentielle Gefahr für die Gesundheit. „Deshalb sollten Betroffene auf jeden Fall ein Auge auf ihr Schnarchen haben und den Termin beim Arzt nicht zu lange vor sich herschieben“, rät Dr. Bauer.

Über die Asklepios Fachkliniken München-Gauting:

Die Asklepios Lungenfachklinik Gauting ist ein akkreditiertes schlafmedizinisches Zentrum.

Die Asklepios Fachklinik München-Gauting ist die größte Lungenfachklinik in Bayern und zählen deutschlandweit zu den fünf führenden Fachkrankenhäusern. Mit 268 Betten und jährlich über 10.000 stationär behandelten Patienten ist die Klinik groß genug für modernste Spitzenmedizin und klein genug für familiäre Atmosphäre. Die Spezialisten der Pneumologie, Thoraxchirurgie sowie Intensiv-, Schlaf- und Beatmungsmedizin sind deutschlandweit bekannt und mehrfach ausgezeichnet - zuletzt vom Nachrichtenmagazin Focus als "Top nationale Klinik für Lungenkrebs" und "Top regionales Krankenhaus".

Kontakt

Ansprechpartnerin
Kristina Kühnl
Telefonnummer: +49 (0) 89/ 85791 - 3333
Mail: k.kuehnl@asklepios.com

Besuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder Youtube:
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