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Schockbilder auf Zigarettenpackungen sollen junge Menschen vom Rauchen abschrecken.

Ekel-Foto auf der Packung

Tabak-Schockbilder: Mehrheit bezweifelt Wirkung

Verfaulte Füße oder schwarze Raucherlungen - seit Freitag müssen Hersteller Schockbilder auf Zigarettenpackungen drucken. Ob die ekelhaften Fotos abschreckend wirken, ist umstritten.

Die in anderen Ländern bereits üblichen Fotos sollen vor allem junge Menschen vom Rauchen abhalten. Allerdings glaubt nach dem aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ nur jeder fünfte Deutsche, dass Warnbilder abschreckend wirken werden. 76 Prozent sind der Meinung, dass die Bilder nicht dazu führen werden, dass weniger geraucht wird.

Die Bilder müssen zusammen mit Warnungen wie „Rauchen ist tödlich“ mindestens zwei Drittel der Vorder- und Rückseite der Packungen einnehmen. Bisher sind solche Hinweise kleiner. Mit den schärferen Regeln setzt Deutschland die EU-Tabakrichtlinie um, die bereits im Mai 2014 in Kraft trat.

Verpackungen, die bis Freitag nach alten Regeln produziert wurden, dürfen ein Jahr lang weiter verkauft werden. Die Tabakindustrie hatte deshalb vor der Verschärfung noch einmal so viel wie möglich produziert. Für Zigarren- und Cigarillo-Schachteln gelten die neuen Regeln nicht.

Eine Studie in Australien zeigt jedoch, dass Ekel-Bilder sehr wohl das Verhalten beeinflussen können. Seit Oktober 2012 dürfen Zigaretten in Australien nur noch in einheitlich schlammfarbenen Schachteln mit großflächigen Bildern von Krebsgeschwüren oder Raucherlungen verkauft werden. Der Markenname findet sich nur noch klein und unauffällig auf den Schachteln.

dpa

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