Schwangere müssen unbedingt die Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung ernst nehmen - sonst kann ihr Leben in Gefahr sein.
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Schwangere müssen unbedingt die Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung ernst nehmen - sonst kann ihr Leben in Gefahr sein.

Lebensgefährlich

Schwangerschaftsvergiftung: Bei diesen Anzeichen müssen Sie sofort handeln

Schwangere sollten hellhörig werden, wenn sie bestimmte Anzeichen bemerken. Denn entwickelt sich eine Schwangerschaftsvergiftung, ist das Leben von Mutter und Baby in Gefahr.

Eine Schwangerschaft sollte allen Grund zur Freude bereiten, schließlich wächst neues Leben heran. Doch leider ergeben sich manchmal Komplikationen, die schlimme Folgen für das Baby - und auch für die Mutter - haben können. Etwa, wenn sich bei der werdenden Mutter eine Schwangerschaftsvergiftung entwickelt.

Was ist eine Schwangerschaftsvergiftung?

Eine Schwangerschaftsvergiftung ist eine Anpassungsstörung des Körpers an die Veränderungen während der Schwangerschaft. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine echte Vergiftung. Früher nahmen Ärzte jedoch an, dass bestimmte Stoffe, die sich in der Schwangerschaft entwickeln, eine Vergiftung auslösen - daher die Bezeichnung. Eine Schwangerschaftsvergiftung zählt zu den Spätgestosen (Gestosen sind Krankheiten, die durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden). 

Sie tritt in etwa drei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften auf. Dann droht eine Frühgeburt, doch es kann sehr schnell sogar lebensbedrohlich für das Baby und die Mutter werden. Deshalb sollten Schwangere und ihre Angehörigen folgende Anzeichen sehr ernst nehmen. 

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Schwangerschaftsvergiftung: Welche Anzeichen deuten darauf hin?

Ein typisches Anzeichen, dass bei jeder Schwangerschaftsvergiftung auftritt, ist laut des Gesundheitsportals NetDoktor ein hoher Blutdruck. Alle weiteren Symptome richten sich nach der Art der Schwangerschaftsvergiftung.

Eine Präeklampsie verursacht bei Schwangeren etwa

  • einen hohen Blutdruck (über 140/90 mmHg) und teilweise
  • Eiweiß im Urin (Proteinurie),
  • Wassereinlagerung in der Lunge (Lungenödem),
  • Sehstörungen,
  • eingeschränkte Nierenfunktion oder auch Wachstumsverzögerung beim Ungeborenen.

Bei einer schweren Präeklampsie steigt der Blutdruck auf über 160/100 mmHg, die 

  • Schwangere spürt Schmerzen im rechten Oberbauch,
  • sie verspürt starke Kopfschmerzen,
  • hat Sehstörungen,
  • die Harnmenge verringert sich und
  • die Anzahl der Blutplättchen sinkt.

Bei einer Eklampsie kommen zusätzlich zu den Symptomen einer Präeklampsie ein 

  • tonisch-klonischer Krampfanfall (Anspannung der Muskulatur mit rhythmischen Muskelzuckungen) hinzu. 

Das HELLP-Syndrom kann sich wiederum aus einer schweren Präeklampsie entwickeln. Hieraus können lebensgefährliche Blutungen wie etwa eine Hirnblutung entstehen. Außerdem drohen eine frühzeitige Plazentalösung, Nierenversagen sowie ein Riss in der Leber.

Bei einer Schwangerschaftsvergiftung sind die werdende Mutter und das ungeborene Kind in ernsthafter Gefahr, deshalb sollten Schwangere bei diesen Anzeichen umgehend einen Arzt aufsuchen!

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Wer kann eine Schwangerschaftsvergiftung bekommen?

Grundsätzlich kann jede werdende Mutter eine Schwangerschaftsvergiftung entwickeln, doch einige Risikofaktoren begünstigen diese: 

  • Gestose in einer früheren Schwangerschaft
  • Gestose bei nahen Verwandten 
  • erste Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Alter unter 18 oder über 40 Jahre
  • Störungen der Blutgerinnung
  • Fettleibigkeit
  • Diabetes mellitus
  • Autoimmunerkrankungen
  • Erkrankungen der Nieren

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