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Wer ein neues Medikament verschrieben bekommt, sollte im Beipackzettel auf ein schwarzes Dreieck achten.

Beipackzettel

Schwarzes Dreieck für mehr Sicherheit

Wer ein neues Medikament verschrieben bekommt, sollte im Beipackzettel auf ein schwarzes Dreieck achten. Bei Nebenwirkungen sind Patienten angehalten mit dem Arzt zu sprechen.

Ein auf der Spitze stehendes schwarzes Dreieck soll ab Januar 2014 für mehr Arzneimittelsicherheit sorgen. Entdecken Patienten das Symbol, solltensie verstärkt darauf achten, ob Nebenwirkungen auftreten.

Doch keine Angst, das Medikament ist deshalb nicht unsicher oder weniger hochwertig als andere, sondern unterliegt lediglich einer besonderen Überwachung.

Das schwarze Dreieck symbolisiert, dass in dem zugelassenen Medikament ein Wirkstoff enthalten ist, zu dem weniger Informationen als zu anderen Arzneimitteln zur Verfügung stehen. Das schwarze Dreieck wird ergänzt durch den Satz: "Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung".

Häufigster Grund dafür ist, dass das Arzneimittel erst seit kurzem auf dem Markt ist. Ein Ausschuss der europäischen Zulassungsbehörde EMA in London legt fest, für welche Wirkstoffe diese neue Regelung gilt. Derzeit betrifft diese Regelung rund 150 Wirkstoffe.

"Patienten sollten sich nicht wundern, wenn sie von ihrem Apotheker danach gefragt werden, ob sie ein Medikament gut vertragen oder ob sie Nebenwirkungen feststellen", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK. "Das hat nichts damit zu tun, dass der Apotheker an der Verträglichkeit eines Medikaments zweifelt. Es dient vielmehr dem Zweck, dass die Apotheker zu noch nicht etablierten Arzneimitteln mehr Informationen zusammentragen wollen, mit dem Ziel, die Arzneimitteltherapie noch sicherer zu machen." Apotheker melden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen an die AMK, die eng mit den Bundesoberbehörden zusammen arbeitet.

ots

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