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Häufiger tödliche Corona-Verläufe durch Delta-Variante? Britische Gesundheitsbehörde veröffentlicht aktuelle Zahlen

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Von: Juliane Gutmann

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Reisende gehen im Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) mit Koffern durch den Abflugterminal. Die Delta-Variante breitet sich in vielen Ländern Europas aus. Zu den sogenannten Virusvariantengebieten zählen aktuell neben Indien und Großbritannien auch Portugal und Russland. (Stand 30. Juni)
Die Delta-Variante breitet sich in vielen Ländern Europas aus. Infolge kommt es zu Reise-Einschränkungen. So zählen aktuell neben Indien und Großbritannien auch Portugal und Russland zu den sogenannten Virusvariantengebieten. (Stand 30. Juni) © Jens Kalaene/dpa

Das Risiko nach einer Delta-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, ist im Vergleich zu anderen Varianten doppelt so hoch, so eine Studie. Die Impfung schütze aber enorm. 

In Großbritannien stecken sich die meisten neu mit Corona Infizierten mit der Delta-Variante an. Auch in anderen Ländern greift die Mutation um sich, die erstmals im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen wurde. Wie die Deutsche Welle als Auslandsrundfunk Deutschlands informiert, sind im Juni 2021 rund 91 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien auf die Delta-Variante zurückzuführen, auch B.1.617.2 genannt. In Österreich waren es 37 Prozent, in Deutschland 12,4 Prozent – Tendenz steigend. Ursache dafür ist, dass Delta zu den hochansteckenden Virusvarianten zählt. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde sie im Mai als „variant of concern“, also als besorgniserregende Variante eingestuft. Doch was bedeutet das in Hinblick auf die Tödlichkeit, die von Delta ausgeht?

Bisher gibt es der Deutschen Welle zufolge zwar nur wenige wissenschaftliche Daten darüber, ob die Delta-Variante mehr Todesfälle hervorruft als andere Corona-Varianten. Informationen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) zufolge würde die Datenlage aktuell allerdings darauf hindeuten, dass eine Ansteckung mit der Delta-Variante häufiger einen Klinikaufenthalt nach sich zieht. Das Risiko sei sogar doppelt so hoch wie nach einer Infektion mit der „britischen“ Corona-Mutation B.1.1.7, so die Ergebnisse, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurden.

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Vollständige Impfung schützt vor der Corona-Delta-Variante

Insgesamt kam es allerdings zu verhältnismäßig wenig Toten durch Delta, wie das PHE weiter informiert: Bis zum 21. Juni 2021 waren 117 von 92.056 mit Delta infizierten Corona-Patienten verstorben. Das entspreche einer Fallsterblichkeit von 0,1 Prozent, so Public Health England. Zum Vergleich: Die Fallsterblichkeit bei B.1.1.7 liegt bei 1,9 Prozent. Die geringe Delta-Sterblichkeitsrate wird vor allem darauf zurückgeführt, dass in Großbritannien ein Großteil der Bevölkerung bereits vollständig gegen Covid geimpft ist.

Egal ob mRNA- oder Vektorimpfstoffe: Beide schützen vor schweren Corona-Verläufen, auch in Hinblick auf die Delta-Variante. Allerdings sei der Deutschen Welle zufolge die Schutzwirkung hier geringer. Ergebnisse einer PHE-Studie hätten gezeigt, dass der Biontech-Impfstoff nach der Zweitimpfung bis zu 96 Prozent vor schweren Delta-Verläufen schützt. Das Astrazeneca-Präparat entfalte dagegen nach der ersten Spritze eine 71-prozentige Schutzwirkung, die nach der zweiten Impfung auf 92 Prozent ansteigt. (jg)

Mehr Quellen: https://www.dw.com/de/faktencheck

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