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Sensomotorische Einlagen

Starke Füße für ein neues Körpergefühl

Sensomotorische Einlagen korrigieren den Gang und können Schmerzen bessern. Sie sind für jeden geeignet, der unter Fußproblemen oder Haltungsstörungen leidet.

Viele Menschen tun es sehr gern am Strand. Auch eine saftig grüne Wiese mit weichen Grashalmen eignet sich hervorragend dafür. Wird es allerdings steinig oder anderweitig unbequem, verzichten die meisten darauf. Auch im Alltag tut es kaum jemand. Barfußgehen –das ist nicht nur eine Wohltat für die Füße, sondern erfüllt auch eine entscheidende Funktion in Bezug auf eine gesunde Körperhaltung. Wer barfuß geht, fordert und kräftigt seine Füße. Sie müssen sich an verschiedene Untergründe anpassen. Dadurch wird die Körperbalance geschult, denn die Füße sind Hauptinformanten für sensomotorische Signale im körpereigenen Informationsfluss und daher maßgeblich an der Steuerung der Bewegung beteiligt. Doch wie schon erwähnt sind heutzutage nur noch die wenigsten Menschen ohne Schuhwerk unterwegs. Und viele Menschen wissen auch nicht, wie wichtig gesunde und starke Füße für ihr Wohlbefinden sind. Zahlreiche Beschwerden des Bewegungsapparates entstehen durch schwache Füße dadurch bedingte Fehlhaltungen.

Korrektur im Schuh

Jedoch es gibt eine Möglichkeit, die Vorteile des Barfußgehens auch im Alltag zu nutzen: so genannte sensomotorische Spezialeinlagen. „Solche Einlagen haben Einfluss auf die Sensibilität und die Motorik der Fuß- und Beinmuskulatur“, sagt Dr. Horst Darmstädter, Orthopäde aus Kaufungen. Man beginne, wieder aktiv, also bewusst, zu gehen. Das sei vergleichbar mit dem Gehen im Sand oder auf Gras.

Besserer Informationsfluss

Sensomotorische Spezialeinlagen machen sich, wie der Name schon sagt, das Prinzip der Sensomotorik zunutze. Sie stimulieren die Fußmuskeln gezielt, damit diese entkrampfen und ausbalancierende Signale an das Gehirn senden. Dadurch wird ein gesundes Gleichgewicht des Körpers nach und nach wiederhergestellt. Der Informationsfluss vom Fuß zum Gehirn wird angekurbelt und wesentlich aktiver. Man könnte sagen: Durch sensomotorische Spezialeinlagen wird das natürliche Fundament des Körpers gestärkt. Allerdings dürfe man solche Einlagen nicht mit konventionellen Einlagen vergleichen. „Herkömmliche Einlagen sind passiv. Sie haben keinen Einfluss auf die muskuläre Aktivität.“ Außerdem würden die Spezialeinlagen stets individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen angepasst. Eine ärztliche Untersuchung sei grundsätzlich vorgeschaltet. Dabei werden unter anderem die Wirbelsäule vermessen und die Muskelspannung bestimmt. Danach werden die Einlagen, die aus neun Polstern bestehen, individuell befüllt.

„Was gut und wertvoll ist, sollte man auch selbst nutzen.“ Dr. Horst Darmstädter

Geeignet sind sensomotorische Einlagen laut Dr. Darmstädter für jeden, der unter Fußproblemen oder Haltungsstörungen leidet. Aber auch für Menschen, die ihren Füßen beziehungsweise ihrem gesamten Körper einfach etwas Gutes tun möchten, sind die Einlagen empfehlenswert. Auch Dr. Darmstädter selbst geht „aktiv“, sprich: trägt sensomotorische Einlagen. „Was gut und wertvoll ist, sollte man auch selbst nutzen“, sagt der Mediziner. Die Einlagen von Medreflexx, die in jeden Schuh passen, gibt es in fünf verschiedenen Farben.

Einen genauen Preis nennt Dr. Darmstädter nicht. „Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für solche Einlagen.“ Meist zahlten die Patienten jedoch selbst. Um den Erfolg der Therapie zu beweisen, dokumentieren moderne Untersuchungsmethoden den Verlauf der Behandlung. Regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Polster stellen die optimale Wirkung der sensomotorischen Einlagen sicher. Wie man sieht: Barfuß gehen ist auch mit Schuhen möglich.

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