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Entdeckt! Die Röntgenaufnahmen des Notfallzentrums offenbaren, wo genau sich der Frosch-Anhänger im Körper der Siebenjährigen befindet.

Siebenjährige verschluckt Anhänger

Frosch im Hals! Mädchen muss in die Klinik

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Bern – Ein Frosch im Hals ist gewöhnlich mit einem Räuspern besiegt. Doch ein Frosch-Anhänger kann für weitaus mehr Probleme sorgen. Das musste nun ein kleines Mädchen leidvoll erfahren.

Dieser Frosch im Hals beeinträchtigte diesmal nicht die Stimme. Er brachte ein kleines Mädchen direkt ins Krankenhaus: Denn die Siebenjährige hatte einen Anhänger in Krötenform verschluckt. Erst Spezialisten erlösten die Kleine und entfernten den Fremdkörper in einem 35-minütigen Eingriff. Doch wie konnte es so weit kommen? Das Mädel war besonders davon fasziniert, dass ein Stein im Inneren des Anhängers bei Temperaturveränderungen die Farbe wechselt. Also nahm sie den Frosch unter der Dusche in den Mund. Und schwupps war das Ding verschluckt.

Der Frosch-Anhänger nach dem Eingriff.

Alle Würgeversuche schlugen fehl. Schlimmer noch: Das Mädchen spürte plötzlich Schmerzen in der Brust. Also fuhren die Eltern mit ihr ins Berner Inselspital. Im Notfallzentrum für Kinder und Jugendliche offenbarte ein Röntgenbild, dass sich der Frosch in der Speiseröhre eingenistet hatte.

Für den nötigen Eingriff ging's dann weiter in die Uni-Klinik für Kinderchirurgie, wo die Kleine eine Speiseröhrenspiegelung unter Narkose über sich ergehen lassen musste. Mit Hilfe einer Greifzange kam der Frosch schließlich wieder aus seinem Versteck und die Siebenjährige war erlöst. Lebensgefahr bestand für die junge Patientin laut Dr. Daniel Garcia, Direktor und Chefarzt des Notfallzentrums, aber zu keiner Zeit.

Gefahr bei Magneten und Knopfbatterien

„Der Frosch hat sich allerdings mit Händen und Füßen gewehrt“, erläuterte Prof. Steffen Berger. Für den Direktor und Chefarzt der Uni-Klinik war der Frosch im Hals schon ein ungewöhnlicher Einsatz. Wobei der Vorgang an sich eigentlich längst Routine ist: „Wir bergen 20 bis 30 Mal im Jahr versehentlich geschluckte Fremdkörper aus der Speiseröhre, weil es hier einige Engstellen gibt und größere oder eckige Gegenstände gern steckenbleiben.“

Während kleine Teile wie Münzen oder Nägel meistens bis in den Magen durchrutschen und während des nächsten Stuhlgangs wieder in die Freiheit entlassen werden, können verschluckte Magnete oder Knopfbatterien schlimmere Folgen haben. Einzelne Magnete sind zwar harmlos, doch bei mehreren kann ihre Anziehungskraft, dass im schlimmsten Fall sogar Darmwände durchtrennt werden könnten. Ein echter Notfall droht, wenn Batterien in der Speiseröhre stecken bleiben: Ist die Batterie oder Knopfzelle noch geladen, kann der Stromfluss ein Loch in die Speiseröhre brennen. 

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