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In Deutschland leben immer mehr dicke Menschen und sie werden immer dicker, wie der aktuelle Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zeigt.

Ernährungsbericht 2016

Deutsche Männer werden immer dicker

In Deutschland leben immer mehr dicke Menschen. Jeder zweite Mann hat Übergewicht, wie der aktuelle DGE-Ernährungsbericht zeigt. Die Gründe dafür sind aber schon lange bekannt.

59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren sind übergewichtig, heißt es im neuen Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. 

Besonders ältere Männer sind beleibt: Am Ende ihres Berufslebens bringen 74,2 Prozent von ihnen zu viele Kilos auf die Waage - bei den Frauen sind es 56,3 Prozent. 

Schuld an den Speckrollen sind nicht nur kalorienhaltige Snacks und Getränke: „Viele Menschen bewegen sich einfach zu wenig“, sagte eine DGE-Sprecherin am Freitag.

Es gibt weniger dicke Kinder

Positiv sei der Trend bei Schulanfängern: Hier gebe es wieder weniger dicke Kinder.

Männer nehmen mit dem Alter mehr zu

Laut Daten des Mikrozensus nehmen Männer mit dem Alter deutlich stärker an Gewicht zu als Frauen. Zwischen 18 und 40 Jahren sind dies im Durchschnitt knapp 11 Kilogramm. 

Der normalgewichtige Mann ist bereits ab einem Alter von 30 bis 35 Jahren in der Minderheit, ist der DGE-Pressemitteilung zu lesen. Männer sind in allen Altersgruppen häufiger übergewichtig als Frauen.

US-Forscher haben aber herausgefunden, dass die Generation Y - die nach 1980 Geborenen - noch weniger essen muss, als deren Eltern um schlank zu bleiben.

Was bedeutet der Body Mass Index (BMI)

Ein häufig verwendetes Kriterium für Fettleibigkeit ist der sogenannte Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Dabei wird das Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Größe (in Metern) im Quadrat. 

Wer einen BMI von 25 oder höher hat, gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als übergewichtig, bei einem BMI ab 30 als fettleibig. 

Einige Wissenschaftler kritisieren diesen Index allerdings als zu vereinfachend. Er berücksichtige zum Beispiel nicht, zu welchen Anteilen ein Körper aus Fett und Muskeln bestehe. Außerdem werde vernachlässigt, wo am Körper die Fettpolster liegen.

Übergewicht ist heute gesünder als in den 70er Jahren. Ein paar Pfund extra auf den Rippen können sogar das Leben verlängern. In den 70er Jahren war das, laut einer Studie, allerdings noch ganz anders.

Wie halten eigentlich Schlanke ihr Körpergewicht? Diese Frage haben sich Wissenschaftler gestellt. Die Antwort ist verblüffend.

Frühstücken ist so schlimm wie Rauchen, behauptet auch ein Forscher. Der Brite entzaubert den Mythos Frühstück in einem Buch.

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dpa/ml

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