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Das Schlafbedürfnis kann bei jedem Menschen anders ausfallen. Wenn der Wecker klingelt, sollte die Tiefschlafphase bereits vorbei sein. Foto: Malte Christians

Fit durch den Alltag

So finden Sie das eigene Schlafbedürfnis heraus

Der frühe Vogel fängt den Wurm: das gilt wahrlich nicht für jeden Menschen. Während den einen schon am frühen Abend die Augen zufallen, können die anderen auch zu später Stunde nicht einschlafen. Das hat genetische Gründe, sagt ein Schlafforscher.

Mainz (dpa/tmn) - Schlaf ist eine Typfrage. Nicht jeder Mensch braucht gleichermaßen viel Nachtruhe, sagt Schlafforscher Hans-Günter Weeß. "Bei Einstein waren es wohl zehn Stunden, bei Napoleon eher drei", sagt er. "Das Spektrum ist da sehr breit."

Die sieben oder acht Stunden, die oft als Empfehlung genannt werden, seien nur ein Durchschnittswert, so der Psychologe, der auch Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ist.

Wie viel Schlaf genug ist, muss also jeder für sich selbst herausfinden: Wer morgens jedes Mal vom Wecker aus dem Tiefschlaf gerissen wird, sollte zum Beispiel vermutlich früher ins Bett gehen. "Das ist ein Hinweis darauf, dass das Schlafbedürfnis noch nicht erfüllt ist", sagt Weeß.

Allerdings ist früher ins Bett zu gehen nicht für jeden der richtige Ratschlag. Denn auch die Schlafzeiten sind bei jedem Menschen aus genetischen Gründen anders: Die sogenannten Lerchen gehen eher früh ins Bett und stehen ebenso früh wieder auf, bei den Eulen passiert beides etwas später.

"Im Idealfall gestaltet man seinen Alltag so, dass er zum Schlaftyp passt", erklärt Weeß. "Das kann bis zur Berufswahl reichen." Gerade für die Eulen könnte das allerdings schwierig werden: Denn ihre ideale Zeit, ins Bett zu gehen, liegt eigentlich erst zwischen 1:00 und 2:00 Uhr am Morgen - mit der Schule und vielen Berufen lässt sich das wohl nur schwer kombinieren.

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