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In Bayern gibt es viele Risikogebiete.

Die gefährliche Saison hat begonnen

So schützen Sie sich vor Zecken

München - Die Zeckensaison hat wieder begonnen, Bayern gilt als besonders gefährdetes Bundesland. Ein Arzt rät: Lassen Sie sich impfen! Die wichtigsten Fakten zur Zeckenplage:

Nikolaus Frühwein, Facharzt für Tropenmedizin und Impfungen.

Zecken sind nicht nur lästig, sondern sie können gefährliche Krankheiten verursachen. Gegen eine davon – die Gehirnentzündung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – schützt eine Impfung. Die Bayerische Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen fordert deshalb zu Beginn der Zeckensaison eine allgemeine Empfehlung zur FSME-Impfung. Jeder in Bayern sei durch die von Zecken übertragene Krankheit gefährdet, sagte Vereinspräsident Nikolaus Frühwein am Donnerstag in München.
Vier Menschen sind im Freistaat heuer bereits an der durch Zecken übertragenen Gehirnentzündung FSME erkrankt, obwohl die Zeckensaison gerade erst begonnen hat, sagte Frühwein. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zu einer Schädigung des Rückenmarks kommen. Die wichtigsten Fakten zur Zeckenplage:

Wie viele FSME-Fälle gab es im vergangenen Jahr?

2014 gab es in Bayern 130 FSME-Fälle – rund 50 weniger als 2013, aber 33 mehr als 2012. Ein genereller Rückgang ist nicht zu verzeichnen.

Wo sind die Risiko­gebiete?

Diese haben sich in Bayern in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Sage und schreibe 80 der 96 bayerischen Landkreise oder kreisfreien Städten gelten inzwischen als Risikogebiet! Die meisten Fälle traten bislang in der Oberpfalz und in Niederbayern auf. Am höchsten ist das Risiko durch Zecken in der Zeit von April bis Oktober. Die Tiere werden aktiv, sobald es tagsüber längere Zeit mindestens bis acht Grad sind

Wie funktioniert der Impfschutz?

Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Insgesamt ist die Impfung sehr gut verträglich und wird für alle Menschen dringend empfohlen, die sich oft in der Natur aufhalten.

Was ist mit der zweiten von Zecken übertragenen Krankheit?

Bei der ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose ist eine Impfung nicht möglich, es gibt nur Medikamente wie Antibiotika. Zu erkennen ist sie an der kreisförmigen Rötung um den Zeckenstich. Etwa 140 Menschen sind in diesem Jahr an Borreliose erkrankt. 2014 waren es in diesem Zeitraum bereits rund 100 Fälle mehr.

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