+
Kann man Trinkwasser wirklich so unbeschwert genießen?

Beunruhigende Testergebnisse

Macht Sie dieses Plastik im Trinkwasser krank?

  • schließen

83 Prozent des Leitungswassers weltweit sind stark mit Mikroplastik verunreinigt. Auch in Deutschland sind die Test-Ergebnisse beunruhigend.

Eine Studie hat ergeben, dass weltweit durchschnittlich 4,34 winzige Plastikteilchen in einem Liter Leitungswasser herumschwimmen.

Im Rahmen der Analyse wurden laut dem gemeinnützigen Journalisten-Netzwerk "OrbMedia" 159 Wasserproben von acht verschiedenen Orten der Welt überprüft. BILD hat zusätzlich Leitungswasser aus Deutschland untersuchen lassen und kam so zu erschreckenden Ergebnissen.

Nur eine Probe in Deutschland unbelastet

Während das Wasser in Beirut und den USA besonders belastet war - 94 Prozent der untersuchten Proben enthielten Mikroplastik - hat das Wasser in Europa besser abgeschnitten. Aber auch hier waren immer noch 72 Prozent der Proben belastet. Im Rahmen der durch BILD in Auftrag gegebenen Analyse fanden die Forscher in Hamburg und Dortmund in rund einem halben Liter Leitungswasser durchschnittlich 2,5 Teilchen. In Berlin war nur eine einzige Probe unbelastet: Die aus dem Deutschen Bundestag.

Erst ist Prosecco gefährlich und nun auch noch Trinkwasser?

Was ist Mikroplastik?

Kunststoff-Teilchen, die sich im Größenbereich von Mikrometer oder sogar Nanometer bewegen, bezeichnet man als Mikroplastik. Diese Teilchen werden beispielsweise in Kosmetik verwendet oder bilden die saugfähige Schicht in Babywindeln. Aber auch herkömmlicher Plastikmüll zerfällt mit der Zeit zu Mikroplastik-Partikeln.

Mikroplastik wird nur sehr langsam abgebaut und hat eine ähnliche Dichte wie Wasser. Dadurch entstehen Umweltprobleme. Bereits im Januar 2015 warnte das deutsche Umweltbundesamt vor "Risiken für Umwelt und Gewässer durch die Verwendung von Plastikpartikeln in Hautcremes, Peelings, Duschgels und Shampoos".

Ist Mikroplastik im Trinkwasser gefährlich

Angesichts solch hoher Werte fragen Sie sich sicher, was Mikroplastik im Trinkwasser für die Gesundheit bedeutet. Bislang gibt es dazu noch keine verlässlichen Studien. Meeres-Chemiker Prof. Dr. Gerd Liebezeit gibt gegenüber BILD allerdings an: "Wir wissen, dass winzige Plastikteilchen bei Meerestieren zu Leber- und Zellschäden führen können. Im Wasser wirken sie wie kleine Gift-Transporter. Sie ziehen Schadstoffe an und geben sie – sobald sie von Organismen aufgenommen wurden – wieder ab. Ob so etwas beim Menschen auch geschieht, ist unerforscht."

Lesen Sie auch: Was ist wirklich hygienischer - Hände kalt oder warm waschen?

Diese sieben Superfoods machen Sie sofort jung, schön und vital

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abnehm-Kick Intervallfasten: Innerhalb einer Woche fünf Kilo weniger
Der Abnehm-Trend Intervallfasten verspricht: Pfunde verlieren ohne zu hungern - obwohl man nichts isst. Doch wie funktioniert es? Hier finden Sie die Anleitung.
Abnehm-Kick Intervallfasten: Innerhalb einer Woche fünf Kilo weniger
Krebsauslöser: Deutsches Krebs-Zentrum warnt vor diesen beiden Lebensmitteln
Immer wieder werden die Auslöser von Krebs diskutiert. Aktuell warnen Forscher vor zwei Lebensmitteln, weil sie zu Darmkrebs führen könnten - doch fast jeder darf sie …
Krebsauslöser: Deutsches Krebs-Zentrum warnt vor diesen beiden Lebensmitteln
Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich vegan ernährt
Mit Ende 40 beginnen bei den meisten Frauen die Wechseljahre. Bei Yovana Mendoza blieb bereits mit Ende 20 die Periode aus - weil sie sich jahrelang falsch ernährt hat.
Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich vegan ernährt
Bauchfett reduzieren: Eine abendliche Tasse dieses Getränks kurbelt Ihre Fettverbrennung an
Ihnen fehlt zum Bikini-Figur-Glück ein flacherer Bauch? Dann könnte Sie dieser Tipp interessieren, der einfach umzusetzen ist - nur ein Manko gibt es.
Bauchfett reduzieren: Eine abendliche Tasse dieses Getränks kurbelt Ihre Fettverbrennung an

Kommentare