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Wenn es Menschen nicht mehr gelingt, sich von ihren Sorgen freizumachen, liegt möglicherweise eine Angststörung vor. Foto: Marijan Murat

Ständig in Angst

Sorgen um Angehörige richtig einordnen

Ob es um die Gesundheit von Angehörigen oder um den drohenden Arbeitsplatzverlust geht - Gründe sich Sorgen zu machen, gibt es meist viele im Leben. Doch wenn die Angst überhandnimmt, sollten Betroffene etwas tun.

Berlin (dpa/tmn) - Ist der Partner gut angekommen? Und hat das Kind nur Husten - oder womöglich eine Lungenentzündung? Sorgen um nahe Angehörige kennen die meisten Menschen. Aber wie viel Angst ist normal? Und wann wird aus berechtigter Sorge eine Angststörung?

"Von ganz normalen Sorgen kann man sich distanzieren", erklärt Cora Weber, Chefärztin des Fachbereichs Psychosomatik an der Berliner Park-Klinik Sophie Charlotte. Das heißt, es gelingt dem Betroffenen, auch mal an etwas anderes zu denken. "Ist die Denk- und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weil die Gedanken um nichts anderes mehr kreisen, könnte eine Angststörung vorliegen."

Entscheidend sei auch, wie angebracht die Sorge ist: Wenn ein naher Angehöriger schwer erkrankt, ist es natürlich normal, ständig daran zu denken. Hat das Kind aber nur ein bisschen Schnupfen, sollte sich Hilfe suchen, wer deshalb gleich um das Leben des Kindes fürchtet.

Am besten sprechen Betroffene erst einmal mit ihrem Hausarzt, rät Weber. Wer keinen Hausarzt hat, sucht sich einen Facharzt für Psychiatrie. Wenn auch der Arzt eine Angststörung vermutet, überweist er den Patienten an einen Psychotherapeuten.

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