Die Impfung gegen Corona soll vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Forscher fanden jetzt heraus, welche Folgen eine Corona-Infektion vor allem für jüngere Männer haben könnte.
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Die Impfung gegen Corona soll vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Forscher fanden jetzt heraus, welche Folgen eine Corona-Infektion vor allem für jüngere Männer haben könnte.

Auch Ethnie könnte Rolle spielen

Spätfolgen nach Corona: Neue Studie weist auf schwere Komplikation hin, die vor allem junge Männer trifft

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Wenn Beschwerden noch lange nach der Corona-Infektion bestehen oder neu auftreten, sprechen Mediziner von Long Covid. Eine Folge könnte vor allem Männer treffen.

Müdigkeit, Haarausfall bis Kurzatmigkeit: Bis zu 55 typische Corona-Langzeitsymptome identifizierte ein internationales Forscherteam nach Analyse der Daten aus 16 Studien*. Fortschreitendes Alter, ein höherer BMI (Body-Mass-Index) sowie das weibliche Geschlecht gehören der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge zu den Hauptrisikofaktoren für Langzeitfolgen nach überstandener Corona-Infektion. Doch in Hinblick auf eine gefährliche Krankheit könnten Männer gefährdeter sein als Frauen, wie Mediziner aus Singapur herausgefunden haben wollen.

Sie kamen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass jüngere Männer ein erhöhtes Risiko für einen akuten ischämischen Schlaganfall (AIS) hatten, nachdem diese eine Coronavirus-Infektion durchgemacht hatten. Bei einem ischämischen Schlaganfall stirbt Gehirngewebe ab, weil das Gehirn aufgrund einer blockierten Arterie nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird, informiert das Portal MSD Manual.

Schlaganfall nach Corona-Infektion bei Männern unter 50 Jahren

Die Forscher aus Singapur, deren Studie auf dem Fachportal Jama veröffentlicht wurde, hatten die Fälle von 18 Schlaganfall-Patienten im Alter von 35 bis 50 Jahren untersucht. Bei allen war ein Sars-CoV-2-Antikörpertest positiv ausgefallen, jedoch hatte keiner der Männer unter Covid-19-Symptomen gelitten, wie die Ärzte Zeitung informiert. Im Schnitt 55 Tage nach dem Corona-Test erlitten alle einen Schlaganfall. „Zehn Patienten (56 Prozent) wiesen einen großen Gefäßverschluss auf, von denen sich sechs Patienten einer intravenösen Thrombolyse und/oder endovaskulären Therapie unterzogen“, heißt es vonseiten der Forscher.

Bei den Männern handelte es sich um Gastarbeiter aus Indien und Bangladesch, die in Singapur in Wohnheimen untergebracht waren. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, berechneten die Studienleiter eine jährliche Inzidenzrate von knapp 83 Fällen eines ischämischen Schlaganfalls pro 100.000 Gastarbeiter. In einer Vergleichsgruppe lag die Inzidenz nu beir 38 zu 100.000. Die Forscher schlussfolgern, dass auch die Ethnie des Corona-Patienten eine Rolle spielen könnte in Hinblick auf Long Covid.Diese Fallserie legt nahe, dass das Risiko für akuten ischämischen Schlaganfall bei Erwachsenen unter 50 Jahren während der Phase der Genesung nach einer Covid-19-Infektion ohne respiratorische Symptome erhöht ist. Der akute ischämische Schlaganfall könnte Teil der nächsten Welle von Komplikationen von Covid-19 sein, und Stroke Units sollten wachsam sein und serologische Tests einsetzen, insbesondere bei jüngeren Patienten“, so das Fazit der Forscher. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Zur Studie

Mehr Quellen: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/

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