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Es muss kein antibakterielles Waschmittel sein: Entscheidend dafür, wie sauber die Wäsche wird, ist der mechanische Effekt.

Mythos oder Wahrheit?

Sind Waschmaschinen mit ekligen Keimen verseucht?

Moderne Waschmaschinen sparen Energie, waschen aber auch mit weniger Hitze als früher. Wird die Wäsche dabei noch hygienisch sauber? Und was ist zu tun, wenn jemand krank ist?

Das Kind hat sich erbrochen, auf die neue Jacke. Sie muss in die Wäsche - klar. Aber reicht es, den Anorak bei 40 Grad zu waschen? Und müssen spezielle Hygiene-Waschmittel her, um Bakterien abzutöten?

40 Grad oder 60 Grad? 

"Entscheidend dafür, wie sauber die Wäsche wird, ist der mechanische Effekt", erklärt Prof. Iris F. Chaberny. Sie ist Direktorin des Instituts für Hygiene und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig. Das heißt: Die Wäsche muss gut durchgespült werden, und das ist in modernen Waschmaschinen in der Regel der Fall. 

Normalerweise genügt eine Wassertemperatur von 40 Grad. Hat sich jemand einen Infekt zum Beispiel mit Noroviren zugezogen, könnte es Chaberny zufolge allerdings sinnvoll sein, die Kleidung bei mehr als 60 Grad zu waschen.

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Sind antibakterielle Waschmitteln überflüssig?

Ist das nicht möglich - zum Beispiel, weil es sich um empfindliche Fasern handelt - rät die Hygieneexpertin, die Wäsche im Trockner zu trocknen oder in der Sonne aufzuhängen: "Steril wird die Kleidung dadurch natürlich nicht", sagt sie. Aber das sind die Menschen, die sie hinterher tragen, schließlich auch nicht. 

Von antibakteriellen Waschmitteln hält die Hygiene-Expertin nicht viel. Im Krankenhaus sei das Vorschrift, "zu Hause braucht das aber niemand".

Keimschleuder ist die Waschmaschine selbst

Eine Sache sollte sich, wer für die Wäsche zuständig ist, aber klarmachen: Die eigentliche Keimschleuder ist häufig die Waschmaschine selbst. Chaberny rät deshalb, einmal pro Monat einen 65-Grad-Waschgang laufen zu lassen. "Dabei sterben Pilze ab, die sich womöglich in der Trommel gesammelt haben." Damit es sich Erreger gar nicht erst gemütlich machen können, sei es sinnvoll, sowohl die Trommel als auch die Waschmittel-Schubladen stets zu trocknen und offen zu halten.

Zu viel oder zu wenig Hygiene?

Wie oft Sie Ihre Handtücher wechseln sollten, können Sie auf Merkur.de zu lesen.

Geschirrspülmaschinen sind praktisch, aber haben Nachteile für die Gesundheit, wie Merkur.de berichtet. Demnach haben Schwedische Forscher herausgefunden, dass Kinder in Haushalten ohne Spülmaschinen seltener an Allergien leiden

Auch beim Duschen sollten Sie nicht übertreiben, ist bei Merkur.de zu lesen. Zu viel Duschen schadet nämlich der Haut.

dpa/tmn

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