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Sport hilft Krebspatienten nachweislich.

Krebsdiagnose: Patienten profitieren von Sport

Tumoroperation und Chemotherapie stehen im Fokus einer Krebsbehandlung. Doch immer mehr Studien zeigen, dass auch Bewegung und Ernährung zur Therapie gehören.

In mehr als 100 Studien zu ehemaligen Krebspatienten zeigte ein Großteil einen klaren Zusammenhang zwischen gesunder Lebensweise und Rückfallquote. Dies nahm die Amerikanische Krebsgesellschaft (ACS) nun zum Anlass, federführend an die Ärzte zu appellieren, den Patienten richtige Ernährung und Bewegung ans Herz zu legen. Und sie zum Abnehmen zu animieren, sollten sie Übergewicht haben.

Bei den meisten Ärzten stehe dies nicht im Vordergrund, beklagt Omer Kucuk von der Emory Universität in Atlanta. Sie konzentrierten sich auf Tumorentfernung, Chemotherapie und weitere Behandlungsmöglichkeiten. „Über Ernährung und Bewegung zu sprechen, ist normalerweise das letzte, an das sie denken.“

Zwar beschäftigten sich die Studien vor allem mit Brust-, Prostata- und Darmkrebs und waren hauptsächlich ohne eindeutigen Nachweis von Ursache und Wirkung, doch das Ausmaß der Forschung überzeugte. „Wir haben nun genug Daten, um solche Empfehlungen zu geben“, sagt Colleen Doyle von der ACS.

Auch wenig kann helfen

Bessere Untersuchungsmethoden und Behandlungsmöglichkeiten haben in den vergangenen Jahren eine frühzeitige Diagnose und damit eine schnelle Behandlung und ein Überleben trotz Krebs wahrscheinlicher gemacht. In den USA gelten mehr als zwölf Millionen Bürger als Menschen, die eine Krebserkrankung bezwungen haben.

In ihren Richtlinien räumt die ACS ein, dass in vielen Fällen eine gesunde Ernährung zunächst einmal zurückstehen müsse: Wer sich einer Chemotherapie unterzieht, leidet häufig an Übelkeit. Auch Bewegung kann zunächst noch überfordern. Aber hier gelte: Auch wenig kann helfen. Sogar das wiederholte Heben und Senken einer Konservendose beim Fernsehen sei schon besser als nichts, erklären Experten.

Hilfe für die Psyche

Hastine Reese fing an, sich sportlich zu betätigen, weil ihr Ehemann sie dazu ermutigte. Er erhoffte sich nicht nur positive physische Auswirkungen, sondern setzte vor allem darauf, dass der Sport seiner Frau nach Krebsdiagnose und Brustamputation aus dem psychischen Tief helfen könnte.

„Wenn man die Krebsdiagnose erhält, steckt man an einem dunklen Ort“, sagt Reese. Ihr Sport habe das ändern helfen: „Ich komme wieder ins Licht, und es wird heller und heller.“

dpad

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