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Sportverletzungen: Frauen sind anfälliger für Kreuzbandrisse

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Sportverletzungen: Frauen anfälliger für Kreuzbandrisse
Die Knie von Frauen sind bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln - wie Tennis - anfälliger für Kreuzbandrisse. © Geoff Caddick/epa/dpa-tmn

Unterschiedliche Anatomien bedeuten unterschiedliche Verletzungsrisiken. Wenn es um die Gefahr beim Sport geht, spielt deshalb auch das Geschlecht eine Rolle.

Berlin - Frauen holen sich bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Volleyball, Fußball oder Tennis häufiger Kreuzbandrisse im Knie als Männer. Nach Angaben des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) reißt bei ihnen dabei im Vergleich zwei- bis achtmal häufiger das vordere Kreuzband.

Auf diese höheren Verletzungsrisiken müsse man Frauen hinweisen, sagt BVOU-Präsident Johannes Flechtenmacher. „Die meisten wissen das gar nicht.“ Und auch die Langzeitfolgen sind nicht zu vernachlässigen: „Nach einem Kreuzbandriss entwickeln viele Frauen eine Arthrose.“

Stärkere X-Bein-Stellung als Problem

Ein Grund für die höhere Verletzungsquote: Frauen landen beim Springen anders als Männer. Das habe mit der stärkeren X-Bein-Stellung bei Frauen zu tun, so Flechtenmacher. Das Bein bewegt sich mehr nach innen. Dadurch ist die Belastung höher. Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten und eine andere Haltung zu trainieren.

Auch beim Skifahren haben Frauen ein höheres Risiko für Kniebandverletzungen, wie der Fachverband mit Verweis auf eigene Untersuchungen berichtet.

Wie lässt sich das Risiko einer Verletzung beim Abfahrtsski im Winterurlaub senken? Orthopäde Flechtenmacher schlägt vor, präventiv sogenanntes neuromuskuläres Training zu machen. Dabei werden nicht nur die Muskeln rund um das Gelenk, sondern auch die Koordination trainiert. Beispiele für solche Übungen sind Ausfallschritte oder Kniebeugen auf einem Wackelbrett.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Der Fachmann plädiert dafür, Patientinnen und Patienten mehr über geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Verletzungsrisiken im Sport aufzuklären. „Männer und Frauen haben wegen ihrer unterschiedlichen Anatomie unterschiedliche Risiken.“ dpa

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