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Mit einem so genannten Läusekamm lassen sich mögliche Läuse und deren eiförmige Larven bekämpfen.

Nachgefragt

Springen Läuse wirklich von Kopf zu Kopf?

Ein Läusebefall ist ein häufiges Phänomen in Kindergärten und Schulen. Hat sie erstmal einer, gibt es meist schnell viele Betroffene. Doch wie verbreiten sich Läuse eigentlich?

Man sagt Läusen nach, dass sie von Kopf zu Kopf springen können. Aber stimmt das eigentlich? "Nein", sagt Dermatologe Andreas Jesper aus Lüdenscheid. "Springen können Läuse nicht." Sie krabbeln.

Läusebefall: Körperkontakt nötig

Für eine Übertragung müssen Menschen länger Körperkontakt haben - auch mit den Haaren. Weil Kinder eher mal die Köpfe zusammenstecken oder miteinander balgen, sind sie häufiger von Läusen befallen als Erwachsene. Ein typischer Übertragungsweg ist auch der Tausch von Mützen.

Was hilft gegen Läuse?

Läuse und deren eiförmige Larven (Nissen) lassen sich auf verschiedenen Wegen bekämpfen: Synthetische Silikonöle seien am effektivsten, sagt Jesper, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. "Sie verschließen die Atemöffnungen von Läusen." Dadurch sterben die kleinen Tierchen ab. Im Gegensatz zu anderen Substanzen gebe es bei diesen Mitteln noch keine Resistenzen unter den Läusen - sie wirken also sicherer. Für Menschen seien diese Öle dagegen nicht giftig.

Mit solchen Mitteln sollte man innerhalb von acht Tagen zweimal den Kopf behandeln, rät Jesper. Denn bei der ersten Behandlung könne man nie sicher sein, ob man tatsächlich alle Läuse und Nissen erwischt hat. Tote Nissen, die zwischen den Haaren kleben, kämmt man mit einem Spezialkamm aus. Wer Läuse hatte, sollte außerdem die getragene Kleidung waschen und mehrere Tage in geschlossenen Säcken aufbewahren, so Jesper. Damit wird sichergestellt, dass auch alle Parasiten, die auf der Kleidung waren, tot sind.

dpa/tmn

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