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Wandert ein Blutgerinnsel in die Lunge, kann es zu einer sogenannten Lungenembolie kommen - ein mögliches Symptom sind schmerzende Waden.

Gefährliche Thrombose

Stefanie Tücking starb an einer Lungenembolie - so erkennen Sie die Krankheit rechtzeitig

Stefanie Tücking starb an Lungenembolie. Dabei ist ein Blutgefäß der Lunge durch ein Blutgerinnsel verstopft. So erkennen Sie die gefährliche Thrombose und handeln richtig.

Update vom 6. Dezember 2018: Die deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin Stefanie Tücking verstarb in der Nacht auf Samstag (2. Dezember 2018) völlig überraschend mit nur 56 Jahren. Die Todesursache war eine Lungenembolie.

Diese Verengung einer Lungenarterie kann jeden treffen - unabhängig von Alter und Geschlecht. In der Regel handelt es sich dabei um ein Blutgerinnsel, das die Lungenarterie verstopft. Die Lunge wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dasselbe passiert bei Herzinfarkt oder Schlaganfall: Ein Blutpfropf verschließt eine Arterie und das dahinterliegende Gewebe geht aufgrund von Sauerstoffmangel zugrunde.

Verstopft ein Blutgerinnsel eine Lungenarterie, sprechen Mediziner von einer Lungenembolie. Sind kleinere Gefäße betroffen, verlaufen manche Lungenembolien fast unbemerkt. Wird jedoch ein größeres Gefäß verschlossen, besteht Lebensgefahr.

Thrombus als Ursache einer Lungenembolie

Damit sich eine Wunde - beispielsweise nach einem Schnitt - schnell verschließt, stoppt der Körper zuerst mit Blutplättchen, sogenannte Thrombozyten, den Blutzufluss zum verletzten Gewebe. Das schützt den Körper vor dem Verbluten. Doch auch ohne eine äußere Verletzung können sich Blutgerinnsel im Körper bilden, wenn das Blut zu langsam fließt und sich im Körper staut. Ein solches Gerinnsel wird Thrombus genannt - eine Thrombose entsteht.

Besonders Gerinnsel in den Beinvenen und im Beckenbereich sind sehr gefährlich. Werden diese fortgeschwemmt, können sie in einem Blutgefäß der Lunge steckenbleiben und dieses verstopfen.

Ist es eine Lungenembolie? Diese Symptome sind typisch

Eine Thrombose ist für Patienten nicht immer leicht zu erkennen. Treten zu unbestimmten Symptomen wie geschwollenen Fußknöcheln oder schmerzenden Waden zusätzlich Schmerzen beim Einatmen oder Luftnot auf, deutet einiges auf eine Lungenembolie hin.

Weitere Symptome:

  • Schmerzen im Brustkorb
  • Gefühl der Beklemmung und Angst
  • Atemnot
  • Schweißausbruch oder Bewusstseinsverlust
  • Schmerzen und Überwärmung im Bein
  • blutiger Auswurf

Wann ist das Risiko für eine Lungenembolie erhöht?

Das Risiko einer Lungenembolie steigt unter anderem bei längerer Bettlägerigkeit, aber auch nach Operationen, Entbindungen, bei manchen Vorerkrankungen wie Blutgerinnungsstörungen oder langen Reisen, die langes Sitzen im Bus oder Flugzeug erfordern.

Nur etwa 30 Prozent aller Embolien werden vor dem Tod diagnostiziert. In Deutschland sterben jedes Jahr schätzungsweise 40.000 bis 100.000 Menschen an einer Lungenembolie, meldete der Norddeutsche Rundfunk.  Damit ist die Lungenembolie nach Herzinfarkt und Schlaganfall einer der am häufigsten zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

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Wie kann man Lungenembolie behandeln?

Ärzte therapieren eine Lungenembolie mit blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin. Diese lösen das Blutgerinnsel auf. Leidet der Patient unter Atemnot, kommt Sauerstoff zum Einsatz und gegebenenfalls auch kreislaufstabilisierende Medikamente. Teilweise müssen gerinnungshemmende Medikamente intravenös verabreicht werden

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dpa/AFP/ml/jg

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