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Kräutertees sind häufig mit Schadstoffen belastet, wie Stiftung Warentest berichtet.

Stiftung Warentest

Kräutertee häufig mit Schadstoffen belastet

Kamillentees und Kräuterteemischungen sind laut Stiftung Warentest häufig mit giftigen Schadstoffen belastet. Die Verbraucherschützer warnen Teetrinker vor Krebs und Leberschäden.  

 "Auch wenn von belasteten Tees keine akute Gefahr ausgeht, erhöht sich durch das regelmäßige Trinken das Risiko für Tumore und Leberschäden", berichtet die Zeitschrift "Test" in ihrer April-Ausgabe. 

Bedenklich seien vor allem Pyrrolizidinalkaloide (PA). Diese Gifte seien in Lebensmitteln unerwünscht, weil sie sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend gezeigt hätten.

Pyrrolizidinalkaloide können dem Bericht zufolge in Tee gelangen, wenn sie bei der Kräuter-Ernte nicht aussortiert werden. Mit diesen Giften wehren sich demnach Wildkräuter, die auch auf Teefeldern wachsen gegen Fraßfeinde. 

Das Problem ist allerdings bekannt. Schon vor drei Jahren hatte ein Test ähnlich erschreckende Ergebnisse geliefert. Scheinbar hat sich wenig getan. Gesetzlich festgelegte Grenzwerte gibt es keine.

Pfefferminz, Fenchel, Kamille & Co

Die Stiftung Warentest prüfte insgesamt 64 Kräutertees in den Sorten Fenchel, Pfefferminz und Kamille sowie Kräutermischungen. Nur gut die Hälfte davon habe überzeugt, berichtete die "Test". Während sich in Kamillentees und Kräutermischungen häufig schädliche Substanzen fanden, waren fast alle Fenchel- und viele Pfefferminztees frei davon. Fencheltee, der oft Babys zum Trinken angeboten wird, schnitt zum größten Teil mit "sehr gut" ab. Sechs Tees wurden demnach mit "ausreichend" bewertet, ein weiterer mit "mangelhaft".

So schnitten die Teesorten ab

Mit ausreichend bewerteten die Tester Kamillen­tees von Teekanne, Pukka und dem „West­minster Tea Kamille“ von Aldi (Nord). Wegen besonders hoher PA Werte wurde der Kusmi Tea Chamomille eingestuft. Anfang des Jahres nahm der Hersteller die Charge deswegen schon vom Markt.

Ähnliche PA-Belastungen stellte die Stiftung Warentest auch in zwei Kräuter­teemischungen fest, der „Kings’s Crown Kräuter-Symphonie“ von Ross­mann und dem „8 Kräuter“ von Teekanne. Auch der „Tip Pfefferminztee“ von Real enthält vergleichs­weise viel an PA.

Tees im Labortest

Das Verbrauchermagazin WISO hat Anfang des Jahres nach Labortests hingewiesen, dass Tees mit Vorsicht zu genießen sind. Schwarzer Tee enthält oftmals krebserregende Stoffe, wie ZDF-Tester herausgefunden haben. Auch in fünf von 17 getesteten Bio-Baby-Tees stecken, nach Berichten der ZDF-Tester, offenbar krebserregende Pflanzengifte. 

Selbst das Labor-Ergebnis von 28 Schwangerschafts- und Stilltees im war erschreckend. Mehr dazu finden Sie hier.

Pflanzengifte sind ein Risiko für die Gesundheit

Pestizide sind für die Gesundheit gefährlich: Auch Obst und Gemüse können Männer unfruchtbar machen, wie Forscher herausgefunden haben.

AFP

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