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Ein heißes Getränk tut bei Erkältungen immer gut - es müssen nicht immer die teuersten Mittelchen aus der Apotheke sein.

Stiftung Warentest untersucht Medikamente

Mittel gegen Erkältung: Das hilft Schniefnasen

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Mücnhen - Schniefen Sie noch oder krächzen Sie schon? Die Stiftung Warentest hat verschiedene Medikamente gegen Schnupfen Husten, Fieber und Halsschmerzen untersucht - so wirksam sind die Mittelchen!

Eine Erkältung dauert mit Behandlung eine Woche, ohne Behandlung sieben Tage. Diese Weisheit unserer Altvorderen gilt auch heute noch  - aber die nervigsten Symptome können durchaus gelindert werden. Zu dieser Diagnose kommt auch eine  Expertengruppe unter der Leitung von Prof. Gerd Glaeseke.

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Test der Stiftung Warentest hat sie die gängigen freiverkäuflichen Mittel auf ihre Wirksamkeit und auf ihre Verträglichkeit überprüft. Eins schicken die Mediziner voraus: Besteht der Verdacht auf Grippe - zum Beispiel, wenn man von allen Symptomen einer Erkältung samt hohem Fieber auf einen Schlag überfallen wird - muss der Patient unbedingt zum Arzt!

Experten raten ab von Benzalkoniumchlorid

Interessanterweise sind in den Tabellen einige der bekanntesten Arzneimittel nicht aufgeführt, etwa Neo-Angin oder Dobendan gegen Halsschmerzen: In diesen Fällen fehlen den Prüfern ausreichende Studien, die ihre Wirksamkeit bestätigen würden. Andere Mittel enthalten das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid: Davon soll man sich fernhalten, raten die Experten.

Gute Wirksamkeit bescheinigen sie Ibuprofen und Parazetamol bei der Bekämpfung von Fieber und Schmerzen. Bei Triefnase empfehlen sie Sprays und Tropfen, bei trockenem Reizhusten den Wirkstoff Dextrometorphan.   Auch die Wirkung einiger Hausmittel wird beschrieben, ebenso „grüne Medizin“: Echinacea und Umckaloabo helfen vielleicht - doch die Prüfer haben große Zweifel.

Die besten Medikamente bei Schmerzen & Fieber

Ibuprofen und Parazetamol senken nachweislich Gliederschmerzen und Fieber. Sie eignen sich auch für Kinder, Stillende, Schwangere (Ibuprofen nicht im letzten Drittel). Für Kinder ist Saft besonders gut dosierbar. Tipp: Zurückhaltend, kurz und gemäß Anleitung nutzen - sonst drohen Nebenwirkungen. Fieber erst ab 38,5 C Grad senken (rektal gemessen).

Hier geht's zur Übersicht (PDF-Dokument)!

Die besten Medikamente bei Schnupfen

Durch Xylomeatzolin schwillt die Nasenschleimhaut ab und gibt weniger Sekret ab - höchstns sieben Tage anwenden. Salzlösung und Dexphathenol befeuchtet sie - sehr sanft für Säuglinge, Schwangere, Stillende. Alle drei Wirkstoffe sind bei Schnupfen geeignet. Tipp: Die Wirksoffe gibt es auch als Tropfen. Ebenfalls geeignet: Oxymetazolin. Das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid sollte vermieden werden.

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Die besten Medikamente bei Halsschmerzen

Ambroxol und Lidokain sollen Halsschmerzen lindern, sind dafür aber nur mit Einschränkung geeignet. Die Wirksamkeit sollte noch besser belegt werden. Tipp: Kinder unter zwölf, Schwangere und Stillende sollten die Mittel sicherheitshalber nicht nehmen.

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Die besten Medikamente bei Husten

Dextrometorphan unterdrückt nachweislich den Hustenreiz und ist daher bei trockenem Reizhusten ohne Schleimbildung geeignet. Nur wenige Tage anwenden - Abhängigkeitsgefahr! Azetylzystein und Amboxol sollen bei Hustem mit Schleimbildung das Abhusten erleichtern. Die Wirksamkeit sollte aber noch besser belegt werden. Beide Substanzen sind nur mit Einschränkungen geeignet - wie auch andere verfügbare Präparate wie zum Beispiel Saft für Kinder.

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BW

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