Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, kann dafür verschiedene Methoden wählen. Ein Mittel, das immer hilft, gibt es nicht. Denn jede Stresssituation ist anders. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, kann dafür verschiedene Methoden wählen. Ein Mittel, das immer hilft, gibt es nicht. Denn jede Stresssituation ist anders. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Sitzen oder singen

Stress immer wieder anders bekämpfen

Gegen Stress hilft nur Entspannung? Das stimmt nicht immer. Wichtig ist, dass sich Menschen mit hoher Alltagsbelastung einen Ausgleich suchen. Was sich dafür eignet, hängt immer von den Umständen ab.

Berlin (dpa/tmn) - Ein Patentrezept gegen Stress gibt es nicht. Denn nicht nur jeder Mensch ist unterschiedlich - auch jede Stresssituation ist anders. Und damit ist auch das wirksamste Gegenmittel jeden Tag ein anderes.

"Im Grunde geht es um die Frage "Was brauche ich heute, um mich zu erholen?"", sagt Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Stressforscher an der Charité.

Grob zusammengefasst gibt es drei Arten der Stressbekämpfung, erklärt der Experte. Nummer eins ist die körperliche Aktivierung: "Das ist alles vom Sport über Gartenarbeit bis zum Tanzen. Manchmal hilft da auch schon, eine Runde um den Block zu laufen."

Zweitens folgt alles, was Ruhe spendet - Meditation etwa oder Achtsamkeitsübungen. "Nach einem stressreichen Tag kann es auch entspannen, einfach auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen." Und dann gibt es drittens die Sinnstiftung. Darunter fällt alles vom ehrenamtlichen Engagement über Gesang im Chor bis zum Spielen mit den eigenen Kindern.

Wichtig ist nicht so sehr, was man genau macht - sondern vor allem, dass man nicht immer das Gleiche macht. "Mein Rat ist, jeden Tag einmal eine halbe Minute lang in sich hineinzuhören", erklärt Adli. "Wissen, wie man sich wirksam von Stress erholt, ist eine sehr hilfreiche Fähigkeit."

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