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Das Geburtshaus: Eine Alternative zum Kreißsaal?

Mädchen oder Junge?

Studie: Blutdruck der Mutter beeinflusst Geschlecht des Kindes

Mädchen oder Junge? Die alte Frage beschäftigt viele Paare während der Schwangerschaft. Eine Studie will nun wissen, wie man das Geschlecht des Kindes beeinflussen kann.

Endlich ist es soweit - der Teststreifen lässt keine Zweifel offen: eindeutig schwanger. Wenn sich Nachwuchs ankündigt, ist bei werdenden Eltern die Freude riesig.

Und klar, dass die Gesundheit des Ungeborenenan erster Stelle steht. Doch bei vielen Paaren drängt sich schon bald die Frage auf, was es denn nun wird: ein Mädchen oder ein Junge? Schließlich möchte man im Taumel der Vorfreude doch am liebsten sofort losziehen zum Babyklamotten-Shoppen und wissen, ob es nun ein rosafarbener oder ein hellblauer Strampler sein soll.

Das Geschlecht des Babys selbst planen?

Blieb es noch in älteren Generationen bis zur letzten Sekunde spannend, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, lässt sich das Geschlecht des Kindes heute dank moderner Ultraschallverfahren ab der 15. oder 16. Schwangerschaftswoche bestimmen. Doch wäre es nicht toll, wenn man schon bei der Zeugung selbst Einfluss darauf nehmen könnte, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird?

Mythen, wie sich das Geschlecht des Kindes beeinflussen lässt, kursieren zuhauf im Internet. So soll die Chance, dass es später ein Junge wird, beispielsweise steigen, wenn der Mann beim Sex die Socken anbehält, ganz nach dem Motto „Socken an, dann wir`s ein Mann“. Auch finden sich jede Menge Tipps, welche Stellungen beim Geschlechtsverkehr angeblich darauf Einfluss haben, ob das Kind ein Mädchen oder ein Junge wird.

Alles Ammenmärchen, sagen Experten. Denn biologisch gesehen, ist das Kinderkriegen kein Wunschkonzert: Das Geschlecht des Kindes ist einzig und allein von der Kombination der weiblichen (X) und männlichen (Y) Chromosomen abhängig. Jede menschliche Zelle enthält exakt 23 Chromosomenpaare, wobei das 23. Paar für das Geschlecht des Fötus entscheidend ist: Entsteht bei der Vereinigung von weiblicher Eizelle und männlichem Spermium ein XX-Chromosomenpaar, wird es ein Mädchen, kommt es zu einer XY-Kombination, wird es ein Junge.

Erhöhter Blutdruck steigert Aussicht auf Jungen

Ein kanadischer Wissenschaftler will jetzt einen neuen Faktor entdeckt haben, der das Geschlecht des Kindes maßgeblich beeinflusst: der Blutdruck der Mutter. Der Studie zufolge, die im American Journal of Hypertension erschienen ist, bekommen Frauen, die zum Zeitpunkt der Empfängnis einen erhöhten Blutdruck haben, mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Jungen als Frauen mit niedrigerem Blutdruck.

Das Ergebnis stützt sich auf Daten von rund 1.400 Frauen, die seit 2009 im chinesischen Liuyang erhoben wurden, und die der kanadische Forscher Dr. Ravi Retnakaran, Endokrinologe am Mount Sinai Hospital in Toronto, nun ausgewertet hat. Der Mediziner betrachtete den systolischen Blutdruck der Frauen, also den Wert, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Aorta pumpt, etwa 26 Wochen vor der Empfängnis.

Das Ergebnis: Bei Frauen, die später einen Jungen bekamen, hatte der Blutdruck mit im Schnitt 106 mmHg um 2,6 Prozent höher gelegen als bei denjenigen, die schließlich ein Mädchen zur Welt brachten (103 mmHg).

Der Zeitpunkt bestimmt das Geschlecht

Experten raten Frauen mit Kinderwunsch allerdings dringend davon ab, blutdrucksenkende oder -steigernde Medikamente einzunehmen, um das Geschlecht ihres Babys zu beeinflussen. Zumal Paare, die eine bestimmte Präferenz bezüglich des Geschlechts ihres Kindes haben, auch auf eine völlig ungefährliche andere Methode zugreifen können, welche auf die Erkenntnisse des amerikanischen Arztes Dr. Landrum Shettles zurückgehen.

Ihm zufolge bestimmt nämlich der Zeitpunkt der Empfängnis das Geschlecht des Kindes. Dazu muss man wissen, dass X- und Y-Spermien unterschiedliche Eigenschaften haben: Y-Spermien sind schneller als X-Spermien, dafür sind letztere robuster und langlebigerals Y-Spermien.

So beeinflussen Sie das Geschlecht Ihres Kindes:

  • Wenn Sie sich ein Mädchen wünschen, sollten Sie etwa drei Tage vor dem Eisprung mit Ihrem Partner Sex haben. Denn kommt es zu diesem Zeitpunkt zur Befruchtung der Eizelle, sind X-Spermien, also weibliche Spermien, erfolgreicher, da sie langlebiger und robuster sind als männliche.
  • Wünschen Sie sich dagegen einen Jungen, sollten Sie Ihr Stelldichein direkt auf den Tag des Eisprungs legen. Findet die Empfängnis nämlich genau am Tag des Eisprungs oder kurz danach statt, setzen sich die schnellen Y-Spermien, also die männlichen Spermien, durch, und Sie können das zukünftige Kinderzimmer schon einmal blau streichen.

Von Franziska Grosswald

Fragen vor der Geburt - Baby-Planner helfen werdenden Eltern

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