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Schlafmangel ist oft ein Problem in Krankenhäusern.

Studie: Medizinische Fehler wegen Schlafmangels

Mannheim - Krankenhausangestellte leiden nicht selten unter Schlafmangel. Beunruhigend, denn Übermüdung erhöht Studien zufolge die Gefahr, dass Ärzte und Schwestern Fehler bei der Behandlung ihrer Patienten machen.

Die Chefärztin der Medizinischen Klinik III am Mannheimer Theresienkrankenhaus, Maritta Orth, fordert daher, den Schichtbetrieb regelmäßiger zu gestalten - zum Beispiel mit einer Woche Nachtdienst und anschließend einer Woche arbeitsfrei. “Das ist zwar auch nicht ideal, aber besser als ein permanenter Wechsel zwischen Tag- und Nachtschichten im Laufe einer Woche“, sagte Orth der Nachrichtenagentur dpa.

Die Medizinerin verwies auf Studien aus Neuseeland und Japan. 2007 wurden demnach in Neuseeland rund 2200 junge Ärzte per Fragebogen zu ihrer Arbeitsbelastung befragt, fast zwei Drittel (63 Prozent) antworteten. 42 Prozent gaben an, wegen Schlafmangels in den vergangenen sechs Monaten medizinische Fehler gemacht zu haben. Am ausgeprägtesten war die Schläfrigkeit während der Nachtdienste und bei unregelmäßiger Schichtarbeit. Zudem berichteten 24 Prozent der befragten Ärzte, nach Dienstschluss am Steuer schon einmal eingeschlafen zu seien, so Orth.

Ähnlich beunruhigend seien Ergebnisse einer Studie aus Japan, für die 2005 rund 4400 Krankenschwestern interviewt wurden. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) gab demnach an, stark übermüdet gewesen zu sein und daher Fehler bei der Vergabe von Medikamenten und der Bedienung von medizinischen Geräten gemacht zu haben. Vergleichbare Untersuchungen für Deutschland gebe es bisher nicht, sagte Orth anlässlich der 19. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin von diesem Donnerstag (10. November) an in Mannheim.

Bis zum Samstag diskutieren mehr als 1800 Mediziner über die neuesten Erkenntnisse und Behandlungsmethoden bei Schlafstörungen und Schlaferkrankungen. Es geht unter anderem um Schlafattacken während des Tages (Narkolepsie), Atmungsstörungen und Bewegungsstörungen während des Schlafes sowie Schlafstörungen bei Kindern.

dpa

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