Schulz will Parteibasis über SPD-Regierungsbeteiligung abstimmen lassen

Schulz will Parteibasis über SPD-Regierungsbeteiligung abstimmen lassen
+
Mit ausreichend Schlaf kann man einem Schnupfen womöglich noch besser vorbeugen als mit warmen Socken. Wer wenig schläft, erkrankt jedenfalls rascher an Erkältungen, wie eine Studie nun belegt. Foto: Christoph Driessen

Studie: Schlafdefizit steigert Erkältungsrisiko drastisch

"Vier Stunden der Mann, fünf die Frau, sechs der Idiot", soll Napoleon über Schlafgewohnheiten gesagt haben. Forscher widersprechen dem Wenigschläfer: Wenig Schlaf ist nicht nur unangenehm, sondern macht auch deutlich anfälliger für Infektionen.

San Francisco (dpa) - Wenig Schlaf macht Menschen deutlich anfälliger für Erkältungen. In einer Studie steigerte ein Schlafdefizit das Risiko für Schnupfen um gut das Vierfache.

Die Forscher um Aric Prather von der University of California in San Francisco hatten 164 Erwachsene untersucht und zu ihrem Lebensstil - etwa in Bezug auf Alkohol, Tabak, Ernährung oder Stress - befragt. Zudem maßen sie eine Woche lang mit Sensoren ihren Schlaf.

Dann infizierten sie die Teilnehmer mit Erkältungsviren und isolierten sie in einem Hotel. In der folgenden Woche nahmen sie täglich eine Probe Nasenschleim, die dann untersucht wurde. Ergebnis: Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schlief, war 4,2 Mal so anfällig für eine Erkältung wie jemand mit mindestens sieben Stunden Schlaf. Wer weniger als fünf Stunden schlief, war sogar 4,5 Mal stärker gefährdet. Insgesamt hatte Schlaf viel größeren Einfluss als Alter, Ernährung, Stress oder Rauchen, wie die Forscher im Fachblatt "Sleep" berichten.

"Schlaf geht über alle anderen Faktoren unserer Messung hinaus", wird Prather in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. "Es spielte keine Rolle, wie alt die Leute waren, wie gestresst, ihre ethnische Zugehörigkeit, Bildung oder Einkommen. Es spielte keine Rolle, ob sie Raucher waren. Keinen Schlaf zu bekommen, beeinträchtigt die körperliche Gesundheit grundlegend."

Nach seiner Einschätzung ist die neue Studie aussagekräftiger als frühere Untersuchungen. Denn da seien die Probanden wachgehalten oder geweckt worden, während diesmal das ganz normale Schlafverhalten zur Grundlage gemacht wurde. "Es könnte eine ganz normale Woche während der Erkältungszeit sein", sagt Prather.

Dabei gehe es auch um die Gesellschaft: "In unserer geschäftigen Kultur gibt es auch den Stolz darauf, wenig zu schlafen und sehr leistungsfähig zu sein. Wir brauchen mehr solche Studien um in die Köpfe zu bekommen, dass Schlaf ein entscheidender Punkt für unser Wohlergehen ist."

Studie im pdf-Format

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krass: Wer dieses Merkmal besitzt, überlebt Brustkrebs seltener
Neue Studie enthüllt: Es gibt tatsächlich einen Biomarker für Brustkrebs mit schlechten Heilungschancen. Ist damit eine frühzeitige Erkennung bald möglich?
Krass: Wer dieses Merkmal besitzt, überlebt Brustkrebs seltener
Mutter verliert Hälfte ihres Gewichts - dank eines kleinen Tricks
Eine junge Frau ist nach der Geburt ihres Kindes übergewichtig, depressiv und krank. Doch als sie ein Lebensmittel in ihre Ernährung aufnimmt, ändert sich alles.
Mutter verliert Hälfte ihres Gewichts - dank eines kleinen Tricks
Bei Gürtelrose binnen zwei Tagen mit Therapie beginnen
Mit einem Gang in die Apotheke bekommen Betroffene eine Gürtelrose nicht in den Griff. Denn frei verkäufliche Mittel helfen nicht. Stattdessen sollten Patienten rasch …
Bei Gürtelrose binnen zwei Tagen mit Therapie beginnen
Parodont-Creme begeistert - ihr Geheimnis ist dieses vergessene Öl
Wer die vierte Staffel von "Die Höhle der Löwen" nochmal Revue passieren lässt, stößt schnell auf die Parodont-Zahncreme. Dahinter steckt ein ayurvedisches Heilmittel.
Parodont-Creme begeistert - ihr Geheimnis ist dieses vergessene Öl

Kommentare