Studie über den Einfluss von Mobiltelefonen

An 175 Patienten mit chronischem, therapiebedürftigem Tinnitus, je zur Hälfte Männer oder Frauen, ist im Rahmen einer Studie die Wahrscheinlichkeit der Beeinflussung eines chronischen Ohrgeräusches durch mobiles Telefonieren untersucht worden.

Patienten mit otogener Ursache eines chronischen Tinnitus wurden von der Studie ausgeschlossen. 42 Prozent der Patienten klagten vorher über einen chronischen Tinnitus beidseits, 31 Prozent rechts und 27 Prozent links. Etwa 10 Prozent dieser Patienten wohnen in der Nähe einer Mobilfunkbasisstation bzw. einer Starkstromanlage. 23 Prozent wissen nicht, ob sich in ihrer Wohnnähe Stationen dieser Art befinden und 68 Prozent gaben an, dass möglicherweise in ihrer direkten Umgebung eine solche Anlage nicht existiert.

Symptome: Beim Telefonieren mit dem Handy bzw. mit dem DECT-Telefon klagten 46 Prozent über eine Verschlechterung des Ohrgeräusches, unabhängig auf welchem Ohr der Tinnitus war bzw. auf welchem Ohr telefoniert wurde. 54 Prozent verspürten außerdem thermischen Einwirkungen wie zum Beispiel ein erwärmtes Ohr, leichte Nackensteifigkeit, aber keine Veränderung des Tinnitus.

Therapieempfehlung: Es wurde den Patienten empfohlen, ca. eine Woche auf den Gebrauch des Handys bzw. des DECT-Telefons zu verzichten und während dieser Zeit keine medikamentöse Therapie durchzuführen. Freiwillig führten dies 80 Patienten durch.

Ergebnisse: In einer anschließenden Nachuntersuchung zeigte sich, dass bei 66 Prozent dieser 80 Patienten der Tinnitus ohne jegliche weitere Therapie subjektiv deutlich besser geworden war bzw. kaum noch wahrnehmbar war.

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