Sie trank 20 Dosen am Tag

Süchtig nach Red Bull: Britin bekam Leberschaden

Brixham - Alkohol kann im Körper schwere und teils irreparable Schäden verursachen. Dass Energy-Drinks in großen Mengen auch nicht ungefährlich sind, musste eine Britin am eigenen Leib erfahren.

Mary Allwood klagte im November 2015 über sehr starke Schmerzen in der Seite. Um kein Risiko einzugehen, rief die Britin sofort den Notarzt. Mit welcher Diagnose die 26-Jährige allerdings nach einer Kernspintomographie konfrontiert wurde, zog ihr den Boden unter den Füßen weg.

Wie die Daily Mail berichtet, teilten ihr die Ärzte mit, dass ihre Leber auf das Doppelte angewachsen sei. Dies ist normalerweise ein typisches Anzeichen für Menschen mit Alkoholproblemen. Doch bei Allwood verursachten nicht alkoholische Getränke, sondern große Mengen des Energy-Drinks Red Bull die schweren Leberschäden.

20 Dosen Red Bull am Tag

Die Frau aus Brixham in der südwestlichen Grafschaft Devon gab an, täglich 20 Dosen Red Bull zu konsumieren. "Am Anfang dachte ich, es würde mir einfach einen Kick und mehr Energie verleihen, aber das tat es nicht", sagte die Mutter eines drei Jahre alten Mädchens. Es entwickelte sich eine Abhängigkeit, wie eine Drogensucht. "Es war mein Heroin. Ich habe mich schrecklich gefühlt, wenn ich keines hatte."

Durch den hohen Konsum nahm Allwood auch deutlich an Gewicht zu und trug statt ihrer ursprünglichen Kleidergröße 44 plötzlich eine 52. Schließlich beinhalten die Getränke sehr viel Zucker. Doch die Britin trank weiter und bemerkte gar nicht, wie sehr sie ihrer eigenen Gesundheit damit schadete.

Allwood litt unter Entzugserscheinungen

Bis zu diesem schicksalshaften Tag im November 2015, der ihr Leben komplett auf den Kopf stellte. Seitdem ist Allwood gezwungen, auf die Energy-Drinks zu verzichten, was ihr zu Beginn der Diät nicht gerade leicht fiel. Der Entzug verursachte bei ihr Zittern und Stimmungsschwankungen. Doch inzwischen kommt die 26-Jährige gut ohne das Brausegetränk klar. "Ich habe einmal einen Tropfen auf der Zunge probiert, aber es schmeckte nach purem Zucker", erzählte Allwood.

Die schwere Erkrankung war der Britin eine Lehre, wie sie versichert: "Ich werde nie mehr rückfällig." Um dafür zu sorgen, dass keine anderen Menschen durch hohen Konsum von Energy-Drinks zu schaden kommen, fordert Allwood zudem strengere Regelungen für den Erwerb solcher Getränke: "Sie sollten wie Alkohol und Zigaretten behandelt werden."

sk

Rubriklistenbild: © dpa

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