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Unansehnlich und gesundheitsgefährlich: Schimmelpilz in Wohnräumen kann Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen.

Niesen auch bei Allergie auf Schimmelpilz

Berlin - Niesreiz, gereizte Schleimhäute oder asthmatische Atembeschwerden sind nicht nur Symptome einer Pollenallergie - auch eine Schimmelpilzallergie kann die Ursache sein.

Beide Krankheiten müssen unbedingt erkannt und behandelt werden, sonst droht ein sogenannter Etagenwechsel der Allergie von den oberen in die unteren Atemwege und damit eine chronische Erkrankung an Asthma bronchiale, wie die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) betonen.

„Schimmelpilze sind neben Hausstaubmilben und Tierhaaren die wichtigsten Allergieauslöser in Innenräumen“, erläutert der DLS-Vorstandsvorsitzende Harald Morr. „Bei ihrem Wachstum geben sie zahlreiche Sporen in die Raumluft ab, die bei empfindlichen Menschen zu allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Asthma führen können, wenn man nichts dagegen unternimmt.“

Für ihr Gedeihen benötigen Schimmelpilze Feuchtigkeit, die sich gerade im Winterhalbjahr durch mangelhaftes Lüften oder aufgrund von Baumängeln vermehrt in den Wohnungen bilden kann. „Dies gilt insbesondere für Räume, in denen zum Beispiel durch Duschen oder Kochen viel Feuchtigkeit abgegeben wird“, erklärt Morr. „Dort beschlagen dann nicht nur die Fenster, sondern auch die Wände, was nicht unbedingt sichtbar sein muss.“ Ein aus vier Personen bestehender Haushalt beispielsweise produziere außerdem allein über die Haut und die Atmung rund neun Liter Luftfeuchtigkeit pro Tag.

Zur Vorbeugung von Schimmelpilzbefall ist es ratsam, die Räume mindestens dreimal täglich für fünf bis 10 Minuten stoßzulüften. „Grundsätzlich sollte die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung 65 Prozent nicht übersteigen - das lässt sich mit einem Hygrometer leicht überprüfen“, empfiehlt Morr.

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