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Nur die allerwenigsten Menschen sind gern allein.

Wie sehr leiden Sie unter Einsamkeit?

München - Es gibt einen Schmerz, den beschreiben Menschen, die diesen am eigenen Leib erleben, schneidend, wie ein Messer. Und tatsächlich ist es genau das: Wir fühlen uns abgetrennt vom Leben! Sind Sie einsam? Zum Test...

Gerade jetzt in der Vor- und Weihnachtszeit verstärkt sich bei vielen Menschen das Gefühl der Einsamkeit. Alleingelassen von allen Lieben. Dabei muss Alleinsein an sich nicht schmerzhaft erlebt werden. Wie sehr leiden Sie unter Einsamkeit? Machen Sie jetzt den tz-Test. Wie sehr leiden Sie unter Einsamkeit? Sind Sie einsam? Im Folgenden schildern wir Ihnen zehn Szenen. Bitte entscheiden Sie, wie typisch die geschilderte Szene für Sie ist. Ein Beispiel:

Ich brauche immer jemanden, der für mich da ist.

  • Sehr oft (3 Punkte)
  • Manchmal (1 Punkt)
  • Eher selten (0 Punkte)

Wählen Sie das Ihnen entsprechende Verhalten an. Beantworten Sie bitte zunächst alle zehn Fragen. Zählen Sie danach die Punktzahlen zusammen, die hinter Ihren jeweiligen Antworten stehen. Ihre Tendenz, sich einsam zu fühlen, können Sie anhand dieser Summe unter dem Test ablesen.

1. In den meisten Gesprächsrunden ist es so, dass ich nicht dazu komme, auch etwas zu sagen. Immer reden nur die anderen. Das stört mich.

  • Stimmt voll und ganz (0 Pkt)
  • Stimmt, ich bin eher still. Aber ich fühle mich trotzdem wohl. (1 Pkt)
  • Wenn ich etwas sagen möchte, dann tue ich das auch. (3 Pkt)

2. Wenn ich zurückblicke - habe ich in den letzten Jahren mehr Freunde verloren als neue dazu bekommen?

  • Stimmt, ein paar Freunde hab ich verloren, aber ein, zwei neue auch gewonnen. (1 Pkt)
  • Ich habe heute genauso gute, wenn nicht bessere Freunde als früher. (3 Pkt)
  • Ich habe leider Freunde verloren und keine neuen gewonnen. (0 Pkt)

3. So wie ich bin, bin ich genau richtig.

  • Stimmt (3 Pkt)
  • Naja, es gibt immer Dinge, die besser sein könnten. (1 Pkt)
  • Ich fühle mich nicht wirklich wohl in meiner Haut und wäre gerne besser. (0 Pkt)

4. Die meisten Menschen denken heutzutage nur an sich selbst.

  • Stimmt (0 Pkt)
  • Auch nicht mehr als früher (2 Pkt)
  • Ich komme ganz gut zurecht, weil es immer Menschen gibt, die gerne mit mir zusammen sind. (3 Pkt)

5. Wenn ich ehrlich bin, dann verbringe ich meine Freizeit lieber alleine.

  • Stimmt (1 Pkt)
  • Ich halte es schon gut aus, mal alleine was zu tun, aber: Geteilte Freude ist doppelte Freude (3 Pkt)
  • Ich mache gezwungenermaßen viel alleine. (0 Pkt)

6. Ich gehe nicht auf Weihnachtsmärkte, da sind mir zu viele glückliche Leute.

  • Stimmt (0 Pkt)
  • Kommt ganz auf meine Stimmung an. (2 Pkt)
  • Wo viele Leute sind, da ist man nie allein. (3 Pkt)

7. Ich habe eine charmante Art.

  • Stimmt. (3 Pkt)
  • Das sollen andere beurteilen. (2 Pkt)
  • Das ist eine richtig  doofe Frage. (0 Pkt)

8. Die Weihnachtsfeier in der Firma war ...

  • sehr lustig. Ich habe mich prächtig amüsiert. (3 Pkt)
  • ganz nett. Mit ein paar Kollegen kann ich mich ganz vernünftig -unterhalten. (2 Pkt)
  • eher schrecklich. Ich hatte gehofft, dass es besser wird, mich aber doch wieder mit niemandem unterhalten. (0 Pkt)

9. Wenn ich neue Leute kennenlerne, sind sie meist oberflächlich.

  • Stimmt. (0 Pkt)
  • Ich lerne auch interessante Menschen kennen, wenn auch wenige. (2 Pkt)
  • Ganz und gar nicht - die meisten sind interessant. (3 Pkt)

10. Es gibt Dinge, für die ich mich brennend interessiere.

  • Stimmt. (3 Pkt)
  • Brennend ist übertrieben, aber ein paar Dinge mach ich schon gerne. (2 Pkt)
  • Wenn man alleine ist, ist alles irgendwie uninteressant. (0 Pkt)

Auswertung: Einsamkeits-Barometer

0 bis 8 Punkte

Sie stecken in einer Sackgasse. Auf der einen Seite sehnen Sie sich nach anderen Menschen, doch wenn Sie endlich jemanden kennenlernen, dann passt die oder der irgendwie gar nicht. Sie wissen: So geht es nicht weiter. Allerdings sind Sie auch ratlos ob der Tatsache, dass es scheinbar keinen Ausweg gibt. Aber eben nur scheinbar. Wichtig ist zunächst, dass Sie Ihr Einsamkeitsgefühl als warnendes Vorfahrtsschild nehmen: Da gibt es etwas, das Sie in Ihrem Leben stört - und diese Störung hat Vorfahrt! Das heißt: Arbeiten Sie an und mit Ihrem Einsamkeitsgefühl. Vielleicht in einer Selbsterfahrungsgruppe. Sie werden sehen: Sie sind mit Ihrem Gefühl nicht allein. Und diese Erkenntnis allein macht schon weniger einsam.

9 bis 20 Punkte

Sie können Einsamkeit und Alleinsein sehr gut unterscheiden, denn Sie haben beides erlebt. So wissen Sie, dass Sie sich durchaus auch unter netten, aufgeschlossenen Menschen ungeliebt, unverstanden, unzulänglich - eben einsam fühlen können. In diesen Momenten sind Sie erfüllt von einer Sehnsucht, dass es da doch noch jemanden gäbe, mit dem sich alles besser und schöner anfühlen würde. In solchen Situationen sollten Sie sich an sich selbst halten und Ihr Wissen, dass Sie sich das, was Ihnen scheinbar fehlt, auch selbst geben können. Das gelingt Ihnen eben genau dann, wenn Sie etwas ganz alleine machen und sich gut fühlen. Mit diesem Wissen bringen Sie Licht in die einsamsten Momente.

21 bis 30 Punkte

Sicher - auch Sie haben sich schon mal allein gelassen gefühlt. Aber einsam? Einsamkeit? Dieses tiefe, schmerzliche Gefühl des Fremdseins in dieser Welt - nein, das kennen Sie nicht wirklich. Selbst als Kind oder Jugendlicher, wenn sich Ihre Wünsche nicht erfüllten, fanden Sie immer wieder schnell aus dieser Kränkung heraus. Und das mithilfe eines Menschen, der Ihnen nahestand. Dadurch hat sich tief in Ihnen ein Gefühl der Sicherheit verankert. Diese Sicherheit sagt Ihnen: Egal, was da auch kommen mag, ich werde es schaffen, dass es mir am Ende gut geht. Dank dieser tiefen inneren Stärke fällt es Ihnen leicht, mit vielen verschiedenen Menschen in vielen Situationen gut zurechtzukommen. Da bleibt kein Platz für Einsamkeit.

Hinweis: Der vorliegende Test gibt Ihnen einen Anhaltspunkt, wie sehr Sie Ihr Alltag beansprucht. Wir geben Ihnen hier auch ganz bewusst nur einen Denkanstoß für eine Verhaltensänderung. ALLERDINGS kann diese Seite keine ärztliche oder psychologische Diagnose und Beratung ersetzen. Sollten Sie bei der Beantwortung der Fragen zu dem Schluss kommen, dass Ihnen Ihr Alltag zu viel wird, raten wir Ihnen dringend an, Ihren Hausarzt aufzusuchen.

Stefan Alsbach

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