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Allergisch auf Pollen? Mit einem Hauttest kann der Arzt das überprüfen. 

Asthma verhindern

So wichtig ist eine Therapie gegen Heuschnupfen

Lästig, aber harmlos: So denken viele über den Heuschnupfen. Dabei ist der alles andere als das, warnen Experten. Das sollten Betroffene über eine Therapie gegen Heuschnupfen wissen.

Werden Patienten mit einer Pollenallergie nicht richtig behandelt, kann die Erkrankung auch auf die unteren Atemwege übergreifen. Bis zu zwei Drittel der Pollenallergiker könnten ein chronisches Asthma entwickeln, warnt Dr. Andreas Hellmann vom Bundesverband der Pneumologen im „Deutschen Ärzteblatt“. Dieses Asthma kann eine konsequente Behandlung verhindern.

Es empfiehlt sich aber nicht nur, die Beschwerden mit Medikamenten zu lindern und den Pollen so gut es geht aus dem Weg zu gehen: Man sollte dem überaktiven Immunsystem auch beibringen, diese nicht als Bedrohung zu erkennen – und so die Ursache der Allergie bekämpfen. Denn eigentlich sind die allergieauslösenden Eiweiße (Allergene), die in den Pollen stecken, harmlos. Mit einer spezifischen Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, kann das Abwehrsystem das lernen. Sie ist die einzige ursächliche Therapie bei einer Allergie.

Auf Antikörper testen

Vor der Behandlung steht eine genaue Diagnose: Um den Verdacht auf eine Allergie abzuklären, wird meist ein Hauttest durchgeführt. Dabei werden Pollenextrakte aufgetragen oder unter die Haut gespritzt. Bei Allergikern bilden sich rote und juckende Quaddeln. Ergänzend dazu wird oft auch das Blut untersucht (RAST-Test). Reagiert der Patient zum Beispiel allergisch auf Birkenpollen, lassen sich in seinem Blut spezifische „IgE-Antikörper“ gegen das entsprechende Allergen nachweisen.

Hyposensibilisierung - Dosis steigern

Bei der spezifischen Immuntherapie versucht man den Körper nach und nach an das Allergen zu gewöhnen – indem man ihn mit zunächst geringen, langsam steigenden Mengen konfrontiert. Der Patient bekommt dieses zunächst einmal wöchentlich und in steigender Dosis unter die Haut gespritzt. Ist die Maximaldosis erreicht, reicht meist eine Spritze pro Monat. Insgesamt dauert diese klassische Form der Hyposensibilisierung mindestens drei Jahre, doch kommen immer öfter kürzere Therapieschemata zum Einsatz. Die Behandlung startet dann meist einige Monate vor der Pollensaison.

Eine Alternative für Patienten, die Angst vor Spritzen haben: die sublinguale Immuntherapie (SLIT). Die Allergene stecken dabei in Tabletten oder Tropfen, die der Patient täglich unter die Zunge legt bzw. träufelt. Solche gibt es bislang allerdings erst gegen einige Allergien, etwa bei Gräserpollen.

Andrea Eppner

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