"Einen Gin Tonic bitte!" - Hilft diese Bestellung bei Pollenallergie?
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"Einen Gin Tonic bitte!" - Hilft diese Bestellung bei Pollenallergie?

Richtig oder falsch?

Mit Gin Tonic gegen Heuschnupfen? Das ist dran an der ominösen These

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Die Augen jucken und ständig muss man niesen: Pollenallergiker haben im Frühjahr und Sommer mit Heuschnupfen zu kämpfen. Folgendes Getränk soll Abhilfe schaffen.

Wer auf den Pollenflug von Bäumen und Gräsern allergisch reagiert, kennt ihn zu gut: Den Weg zur Apotheke, um sich Heuschnupfen-Sprays oder Antihistaminika zu besorgen. Letztere unterdrücken die Entzündungsreaktion, die der Körper einleitet, wenn er mit dem Allergen - etwa Birken- oder Erlenpollen - in Berührung kommt. Es gibt allerdings nicht nur Arzneien, die diese Wirkung entfalten: Auch verschiedene Lebensmittel sollen die Histaminausschüttung im Körper reduzieren.

Hilft Gin Tonic wirklich bei juckenden und geschwollenen Augen?

Es kursiert die Vermutung, dass der Longdrink Gin Tonic zu diesen gehört. Die Mischung aus Gin und Tonic Water soll ähnlich wie ein Antihistaminikum wirken und sogar dabei helfen, Schwellungen zu mindern und allergisches Asthma zu lindern, wie das Portal noizz berichtete. Doch was ist dran an dieser steilen These?

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Eine Studie des britischen Instituts Asthma UK kommt zu dem Ergebnis, dass Gin und Wodka weit weniger Histamin und weniger Sulfite enthalten als Rotwein, Weißwein oder Bier. Daher gelten Gin und Wodka auch als "asthmafreundlicher" als andere alkoholische Getränke, weshalb Pollenallergiker bei unbändiger Lust auf Alkoholisches besser zu Gin Tonic als Rotwein greifen sollten. Gegen welche Heuschnupfen-Symptome Gin und Wodka helfen, berichtet auch 24vita.de*.

Doch dass Gin Tonic juckende Augen, triefende Nasen und andere Beschwerden einer Pollenallergie lindern kann, ist nicht belegt und Mediziner sind sich einig: Alkohol sollte nicht regelmäßig getrunken werden, weil Alkoholkonsum Leberschäden, Alkoholsucht und andere gesundheitliche Schäden fördert.

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Weiterlesen: Histaminintoleranz - wenn der Körper gegen Wein und Käse rebelliert.

jg - *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

Dasselbe T-Shirt, derselbe Mensch, aber ein komplett anderes Aussehen: Dieser User zeigt im Vorher-Nachher-Vergleich, wie stolz er darauf ist, mit dem Trinken aufgehört zu haben. Zuvor soll er zehn Jahre lang jeden Tag Bier und Whiskey konsumiert haben, schreibt er.
Endlich wieder glücklich: Dieser Mann berichtet auf Reddit, wie er nach seinem Alkoholentzug in nur einem Monat 13 Kilo verlor. Er hatte zudem aufgehört, Fast Food zu essen und trieb wieder Sport. Vor seiner Behandlung soll er täglich einen Liter Wodka zu sich genommen haben.
Shane Watson ist Blogger und schildert auf seiner Seite seinen jahrelangen Kampf mit der Alkoholsucht. Er sei bereits in der Schulzeit alkoholabhängig geworden, später nahm er zudem Marihuana und Schmerzmittel sowie Kokain, Ecstasy und Meth. Als er ins Gefängnis kam, wurde er zum Entzug gezwungen. Danach begab er sich freiwillig in ein Selbsthilfezentrum.
"Ich fühle mich wieder wie ich selbst" - das schrieb diese Frau unter ihrem Vorher-Nachher-Bild auf der Plattform Imgur. Achteinhalb Monate nach ihrem Entzug ist sie nun 15 Kilo leichter.
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