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Die besten Tipps

Trotz Urlaub gestresst? Das hilft!

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Der große Sommerurlaub ist vorbei. Hoffenlich, liebe User, hatten Sie eine gute Zeit. Die meisten mögen Erholung gefunden haben, andere dagegen merken: Immer noch fehlt die Kraft für den Alltag. Wir haben Tipps!

Reise ins Innere

„Manchmal“, so rät die Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Psychosynthese-Beraterin Miriam Erraoui, „müssen wir ein ganz besonderes Ziel ansteuern.“ Eines, das zwar sehr exotisch ist, aber dennoch ganz in der Nähe liegt: Wir sollten uns auf eine Reise in unser Inneres begeben, um uns selbst zu erforschen und unsere Potentiale zu entdecken. Dass das Unterbewusstsein kein Hirngespinst ist, sondern großen Einfluss auf unser Leben hat, hat die Gehirnforschung bewiesen. Wir haben mehrere Milliarden Gehirnzellen, die mit einer Trilliarde Synapsen verschaltet sind. Aber nur den kleinsten Teil davon nutzen wir bewusst. Miriam Erraoui erlebt es immer wieder: „Die allermeisten unterschätzen leider, welchen Einfluss die Kräfte aus dem Unterbewusstsein für ihren Alltag haben.“

Ehrlich zu sich selber sein

Wer sich aufmacht zur Reise zum Ich, benötigt kaum Gepäck: „Die Menschen sind mit allem ausgestattet, was sie brauchen, um ihre Potenziale zu entdecken“, so Miriam Erraoui. Wichtig ist nur die Bereitschaft zur schonungslosen Ehrlichkeit. Schummeln bringt einen nicht ans Ziel. Nötig sind ein ruhiger Platz und der Wille, sich wirklich zu entspannen und den Blick nach innen zu richten.

Langfristige Ziele nicht aus den Augen verlieren

Das klingt für manche sehr esoterisch, ist aber gar nichts Neues. „Die klassische Pilgerreise ist vielleicht die älteste Form des Tourismus überhaupt“, sagt Professor Rainer Hartmann, der an der Hochschule Bremen Tourismusmanagement lehrt. Ging es früher darum, sich Gott nah zu fühlen, wollen die Menschen heute zu sich selbst und zur Ruhe kommen. Im Alltag denken und arbeiten wir in kurzfristigen Projekten und verlieren oft langfristige Ziele und Werte aus den Augen. Aber jeder Mensch hat nur begrenzte psychische Ressourcen. Wer zu lange über seine Verhältnisse lebt, häufig seine persönlichen psychischen Grenzen überschreitet, läuft Gefahr, außer Balance zu geraten. Erschöpfung, fehlender Antrieb bis hin zur Depression sind die Folge.

Das kann die Psychosynthese

Psychosynthese-Beraterin Miriam Erraoui.

Wer versucht zur Ruhe zu kommen und merkt, dass er nicht allein den Weg nach innen findet, sollte sich einer Gruppe (z. B. Meditation, Yoga) anschließen oder sich von einem Profi, z. B. einem Psychosynthese-Coach, helfen lassen. Miriam Erraoui: „Das Unterbewusstsein ist eine reale innere Welt, die sich leichter öffnet, wenn wir über Bilder oder Symbole mit ihr kommunizieren. Die Psychosynthese wendet Techniken wie Imagination, Visualisierung, Assoziation, Meditation und Entspannung an, um in Kontakt mit uns zu kommen.“

Erraoui: „Was mich immer wieder erstaunt, ist nicht nur, dass diese Bilder und Figuren aus dem Inneren auftauchen, sondern welche Gefühle sie auslösen. Vor der Sitzung sind sie verspannt, negativ und fühlen sich irgendwie blockiert. Nach der Sitzung, nachdem sie die Bilder haben auftauchen lassen und verstanden haben, was in ihnen vorgeht, wandelt sich die Energie in Ihnen, Sie spüren eine unglaubliche Kraft, eine ungeheuer wohltuende Energie.“

Negative Gedanken verbrauchen Energie

Der Quantenphysiker Dr. Ulrich Warnke hat die Kraft des Unterbewusstseins in einem Interview mit einer Fachzeitschrift mal so erklärt: „Gedanken verbrauchen enorme Mengen an Energie. Besonders die negativen Gedanken, die unentwegt „Alarm“ signalisieren, belasten unseren gesamten Energiehaushalt.“ Aber so wie ein Sportler bei Anstrengung sein Gehirn mit Glückshormonen flutet, so kann auch unser Unterbewusstsein uns glücklich machen.

Unser tägliches Leben wird durch das Bewusstsein gesteuert, das mit Hilfe von Erfahrungen, Willen und Gefühlen arbeitet. Wille und Gefühl sind jedoch im Gehirn in zwei Instanzen getrennt: der Neokortex, der hauptsächlich die Vernunft, den Intellekt verwaltet, und das limbische System, das hauptsächlich die Gefühlswelt repräsentiert. Doch beide Seiten des Gehirns beeinflussen einander. Wenn wir es schaffen, das limbische System mit positiven Gefühlen zu aktivieren, dann arbeiten auch unsere Schläfenlappen im Neokortex verstärkt. Es werden Enzyme und Substanzen gebildet, die uns entspannen und glücklicher machen. Das Allerbeste: Dieses System funktioniert nach dem ständigen Rückkopplungsprinzip: Gute Gefühle führen dazu, dass Hormone ausgeschüttet werden. Das führt zu weiteren Glücksanwandlungen, die wiederum weitere Hormone aktivieren. Warnke: „Somit sorgen unsere Gefühle tatsächlich dafür, dass sich etwas Substanzielles in unserem Körper verändern kann.“ Diesen Mechanismus kann jeder erlernen und für sich nutzen.

Das Leben zum Besseren wenden

Wie merken wir, dass im Leben etwas fehlt?

Miriam Erraoui: Generell durch ein Gefühl der Leere. Meist passiert es in der Lebensmitte. So hatte ich zum Beispiel einen Klienten, der sehr erfolgreich im Beruf war, eine Familie hatte, ein Haus gebaut hatte. Nach außen war alles da, die ganze Fülle des Lebens. Aber er war unglücklich. Die Antwort, die wir fanden, lautete, dass es im Leben des Mannes zu wenig schöne Momente gibt. Er sehnte sich nach mehr persönlichem Raum, will wandern gehen, ein Buch lesen und mehr Zeit mit den Kindern verbringen und generell weniger arbeiten. Das klingt so simpel, aber wir vergessen immer wieder, dass unser inneres Leben Raum und Luft braucht zum Atmen. Es gibt viele, die sich nur auf ihre Arbeit und Pflichten konzentrieren, aber sich keine Freude gönnen. Ein elementares menschliches Bedürfnis ist, Dinge zu tun, die einen erfüllen.

Woran merkt man, dass man Talente brachliegen lässt?

Erraoui: An der Unzufriedenheit. Wenn Sie das Gefühl haben, sie würden innerlich blockiert. Oder Sie empfinden ein starkes Gefühl von Sehnsucht. Die Sehnsucht ist eine Art Kompass, dass etwas ungelebt ist in uns. Die erste Voraussetzung ist, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Viele Menschen, die ihr volles Potenzial nicht ausleben, ahnen, dass sie zu mehr fähig sind. Doch wegen ständiger Verpflichtungen finden sie nie Zeit, sich um ihre Bedürfnisse zu kümmern.

Wie geht man mit Schicksalsschlägen um?

Erraoui: Wir müssen Situationen, Geschehnisse und Menschen einfach annehmen. Ein Schicksalsschlag ist einerseits eine Krise und ein Drama, aber andererseits birgt er auch Chancen für das, was man immer tun wollte. Man darf eine Krise nicht immer als das Ende der Welt betrachten. Es kommt sehr häufig auf die Wahrnehmung an. Ein Schicksalsschlag zwingt uns zum Nachdenken, oft verändern wir dann unsere Lebensweise – und zwar fast immer zum Besseren.

Das passiert im Gehirn

Zur Ruhe kommen hilft dem Gehirn, das lässt sich wissenschaftlich beweisen. So hat der Gießener Hirnforscher Ulrich Ott gezeigt, dass bei regelmäßiger Meditation die Areale im Gehirn abgebaut werden, in denen Stress verarbeitet wird – einfach weil sie nicht mehr nötig sind! Dazu kommt, dass positive Gefühle im Gehirn zur Ausschüttung von Glückshormonen führen, die uns auf Dauer glücklich machen. Diesen Mechanismus des Unterbewusstseins kann man bewusst steuern – wenn man weiß, was einem Freude bereitet.

S. Stockmann

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