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Gut betreut: Im gynäkologischen Tumorzentren arbeiten mehrere Experten disziplinübergreifend.

Im Team gegen den Krebs kämpfen

In Deutschland wird bei jährlich mehr als 25.000 Frauen ein Unterleibskrebs diagnostiziert. An Eierstockkrebs zum Beispiel erkranken bundesweit Jahr für Jahr rund 8000 Frauen. Gebärmutterhalskrebs, fast immer durch Humanen Papillomaviren verursacht, wird alljährlich bei etwa 6.500 Frauen entdeckt

Bei diesen Tumorarten gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird und je schneller und gezielter eine Behandlung erfolgen kann, umso größer sind die Heilungschancen.

Das Mitte 2009 gegründete gynäkologische Tumorzentrum (GTZ) am Klinikum Kassel – das einzige in Nord- und Mittelhessen und eines von nur zweien in Hessen – ist spezialisiert auf die Behandlung von Patientinnen mit derartigen Krebserkrankungen: Dort arbeiten Gynäkologen Hand in Hand mit anderen Fachärzten wie All-gemeinchirurgen, Urologen, Radiologen und Pathologen. Gemeinsam wird für jede einzelne Patientin der Befund analysiert und besprochen, um dann eine gemeinsame Empfehlung für eine individuelle Therapie abzugeben - immer unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse. „Durch diese Kooperation und Bündelung von Kompetenzen auf diesem medizinischen Gebiet kann das GTZ die bestmögliche Behandlung mit modernsten Diagnose- und Therapieverfahren gewährleisten – einschließlich der Behandlung mit neuen Medikamenten und Therapieverfahren im Rahmen klinischer Studien“, erläutert Prof. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Kassel und Leiter des GTZ. Es gehe letztlich darum, „Kräfte zu bündeln, Wege zu verkürzen und (Lebens-)Zeit zu gewinnen“.

Dabei wird auch großer Wert auf eine sehr enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten gelegt. Das Tumorzentrum erfüllt alle strengen Qualitätskriterien der Fachverbände. Deshalb wurde dem GTZ von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) die Auszeichnung „Gynäkologisches Krebszentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“ zuerkannt.

Liste aller zertifizierten gynäkologischen Tumorzentren in Deutschland

Zum gynäkologischen Tumorzentrum des Klinikums Kassel

Es gilt, etliche Voraussetzungen der DKG zu erfüllen. So müssen mindestens zwei Gynäkologen mit einer Spezialausbildung in der operativen und medikamentösen Behandlung gynäkologischer Krebse in der Einrichtung arbeiten. Am GTZ in Kassel sind dies Prof. Dr. Thomas Dimpfl und der Leitende Oberarzt der Frauenklinik, Dr. Hans Urbanczyk.

Für den Nachweis einer fundierten Erfahrung müssen in der Klinik zudem jährlich mindestens 75 Operationen von Patientinnen mit Unterleibskrebs nachgewiesen werden. „Wir operieren bei uns rund 140 betroffene Frauen pro Jahr und erfüllen deshalb auch das Kriterium umfassender chirurgischer Erfahrung“, bestätigt Prof. Dimpfl. Diese Erfahrung ist außerordentlich wichtig.

Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass von der Primäroperation – also vom ersten chirurgischen Eingriff nach der Diagnose – ganz wesentlich der weitere Krankheits- bzw. Heilungsverlauf abhängt. Diese Studien belegen auch, dass bei einer Behandlung durch ein speziell ausgebildetes, geschultes und erfahrenen Team die betroffenen Patientinnen die besten Chancen haben.

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