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Leukämie ist heilbar, wenn man die Krankheit rechtzeitig erkennt. Im tz-Pressehaus können Sie mitmachen.

Kommen Sie am Mittwoch zu uns

Typisierungsaktion im Pressehaus: Ärmel hoch gegen Blutkrebs

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München - Die Überschrift ist das Motto des ersten Aktionstages Bayern gegen Leukämie!, den die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) zusammen mit dem Blutspendedienst vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) am kommenden Mittwoch, 25. Mai, veranstaltet.

Dabei finden 19 Blutspendetermine in ganz Bayern statt. Die Mediengruppe Münchner Merkur tz unterstützt an diesem Tag die Typisierungsaktion in München. Also: Ärmel hochkrempeln, ins Pressehaus in der Paul-Heyse-Straße 2-4 kommen und Leben retten!

Leukämie ist heilbar. Aber nur, wenn rechtzeitig der passende Spender gefunden wird. 3400 erfolgreiche Spendenvermittlungen, nahezu 300.000 potenzielle Spender in der weltweit vernetzten Datenbank – das sind beeindruckende Zahlen. Doch die Stiftung AKB will mehr: Vier von fünf Patienten finden bereits ihren genetischen Zwilling. Das erklärte Ziel ist aber, allen Betroffenen zu helfen. Die Zahl der registrierten Spender muss nicht nur erhöht werden, sondern es gilt auch, den altersbedingten Schwund in der Datei – immerhin 10 000 Menschen pro Jahr – aufzufangen.

Und genau dafür ist die Stiftung auf Ihre Hilfe angewiesen, liebe Leser! Ein kleiner Stich und wenige Tropfen Blut können Leben retten. Typisieren lassen kann sich jeder im Alter zwischen 17 und 45 Jahren. Weitere Infos zu den Ausschlusskriterien und einer möglichen Stammzell- oder Knochenmarkspende finden Sie unter www.akb.de.

Wichtig: Bitte bringen Sie am Tag der Typisierung die Chipkarte Ihrer Krankenkasse für eine unkomplizierte Aufnahme Ihrer Adressdaten mit! Der Raum „Alte Rotation“ im Pressehaus ist für Sie am Mittwoch von 11 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Wir sehen uns!

Geheilter David hilft

Seine Geschichte klingt unglaublich, doch jedes einzelne Wort aus David Schachtschneiders Mund entspricht der Wahrheit. Heute unterstützt der 21-Jährige in seiner Freizeit die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB), registriert neue Spender, klärt über die Krankheit auf.

David Schachtschneider (21) war erkrankt.

Noch vor drei Jahren hatte der Student selbst Blutkrebs (tz berichtete). Mit zwölf wird bei ihm eine Vorstufe von Leukämie entdeckt. „Zunächst wurde die Krankheit bei meinem Bruder Lukas festgestellt. Er brauchte einen Spender. Da wurde ich natürlich sofort überprüft“, erzählt David. Liegt die Krankheit etwa in den Genen? Der Fall dieser Familie zeigt: ja! Denn auch der Vater litt vor 19 Jahren an Leukämie. Ihm konnten die Ärzte nicht mehr helfen. David und sein Bruder Lukas hingegen sind wieder gesund. Fünf Jahre nach ­einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation gilt man als vollständig ­geheilt.

Thomas ist geheilt

Über fünf Jahre ist es her, als die Hammer-Diagnose ihr Familienglück erschütterte - Leukämie! Als Söhnchen Basti das Licht der Welt erblickte, kämpfte sein Papa Thomas (50) bereits um sein Leben. Nach einer erfolgreichen Transplantation im November letzten Jahres hat es Thomas endlich geschafft. Der tz erzählt er: „Mir geht‘s gut.“

Seine Genesung ist mustergültig verlaufen. Nur in den ersten 100 Tagen nach der Transplantation ist es noch kritisch. „Das Immunsystem muss sich neu aufbauen. Man ist anfällig für Infektionen“, weiß der Ingenieur. Aber seit Ende März geht‘s steil bergauf für den Familienvater. Rückblickend sagt er: „Was mich immer motiviert hat, war die hervorragende Betreuung, der intensive Kontakt mit anderen Patienten und natürlich der bedingungslose Rückhalt meiner Familie.“

Wie schwierig die Suche nach einem passenden Stammzellenspender ist, wollten wir vor einem halben Jahr von Thomas Paschke wissen. Damals sagte er: „Ein Lottogewinn ist realistischer.“ Aber nicht unwahrscheinlich und deshalb gaben er, Ehefrau Vera und Sohn Basti den Kampf nicht auf. Drei Chemo-Blocks hat Paschke hinter sich. Jedes Mal kam die heimtückische Krankheit zurück. In der weltweiten Spenderdatei gab es jahrelang keine Übereinstimmung. Bis zum Herbst 2015.

Was sich seitdem verändert hat: „Ich habe wieder Vertrauen in die Zukunft, kann vorausdenken, planen“, sagt Paschke. Sohn Basti hat wieder einen „verfügbaren“ Papa. Auch wenn der 50-Jährige noch nicht wieder zu alter Stärke gefunden hat. „Das braucht einfach Zeit. Da muss ich mich ein bisschen einbremsen. Die Gelenke machen mir noch zu schaffen.“

Thomas Paschke will andere Leute dazu motivieren, zu potenziellen Lebensrettern zu werden: „Es ist ein Gewinn für einen selbst, wenn man helfen kann.“

Stichwort: Leukämie

Bei Leukämie (Blutkrebs) bilden sich verstärkt funktionsuntüchtige Vorläuferzellen der weißen Blutzellen aus. Sie breiten sich im Knochenmark aus, verdrängen dort die übliche Blutbildung. Diese Leukämiezellen können Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen.

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