+
Fetter Käse ist gesund - das haben jetzt US-amerikanische Forscher herausgefunden. Wegen eines besonderen Wirkstoffs.

Her mit dem Käsebrot!

Überraschung: Darum macht uns fetter Käse gesund

  • schließen

Brie, Gouda und Parmesan schmecken nicht nur lecker – einige sind sogar richtig gesund. Laut einer Studie soll Käse wahre Wunder im Körper bewirken.

Die Deutschen lieben Käse. Auf kaum einem heimischen Frühstückstisch steht nicht der leckere Brotbelag. Doch lange Zeit war er zu Unrecht verpönt: Figurbewusste verzichteten auf das gehaltvolle Milchprodukt wegen seiner vielen gesättigten Fette.

Diese sollen Arterien verklumpen und Übergewicht begünstigen, hieß es. Doch eine neue US-Studie kommt den schmackhaften Käsesorten zur Hilfe – und hat sie jetzt für gesund erklärt.

Fetter Käse - einst verpönt, heute supergesund

In einer Mitteilung der Texas A&M University haben die Forscher ihre bahnbrechenden Studienergebnisse nun vorgestellt. Darin bestätigen sie, dass besonders gereifte Käsesorten wie Cheddar, Brie und Parmesan vor Krebs schützen sollen. Doch nicht nur das - Käseliebhaber leben angeblich auch länger. Der Grund dafür: der Wunder-Stoff Spermidin.

Dieser soll in Käsesorten, aber auch in Grapefruits, Weizenkeime und Sojabohnen vorhanden sein. Doch wie der Name schon sagt, kommt er vor allem im männlichen Sperma vor. Und als die Forscher Versuchstiere mit dem isolierten Spermidin fütterten, stellten sie bald fest, dass diese länger als andere lebten.

"Die Lebenserwartung der Versuchstiere verlängerte sich um bis zu 25 Prozent", bestätigte Studienleiter Leyuan Liu freudig die Mitteilung. Zudem fiel ihm und seinem Team auf, dass diese Tiere sogar weniger anfällig für Lebertumore waren.

Spermidin: Beugt fetter Käse Krebs vor?

Doch was bedeutet das für uns? Liu geht davon aus, dass durch die Einnahme von Spermidin das Durchschnittsalter eines US-Amerikaners von 81 auf 100 Jahre gehoben werden kann. Doch an Versuchspersonen bewiesen ist diese verwegene These allerdings noch nicht.

Dennoch scheint es keine schlechte Idee zu sein, so früh wie möglich zu beginnen, mit Spermidin vorzubeugen. Wie die Versuchsergebnisse nämlich zeigten, stieg die Lebenserwartung von Versuchstieren, die erst später den Wirkstoff verabreicht bekommen haben, "nur" um zehn Prozent.

Dank Spermidin: Leben verlängern durch Käse?

Wie wäre es daher mit Spermidin als öffentlich zugängliches Nahrungsergänzungsmittel? Eine Überdosierung ist unwahrscheinlich - schließlich soll es laut den Forschern keine Nebenwirkungen haben. Liu und sein Team glauben zudem, dass Spermidin ebenfalls gut fürs Herz-Kreislauf-System sein soll. Oder wie wäre es mit einem Spermidin-Bier gegen Leberschäden?

Die Idee der Forscher dahinter: Bier mit Spermidin versetzen. So können Sie am Ende so viel Bier in der Bar trinken, wie Sie wollen – und schützen gleichzeitig Ihre Leber vor dem Alkohol. Sicherlich eine schöne Zukunftsmusik für viele Deutsche.

Von Jasmin Pospiech

Ziegenkäse verleiht Gerichten besonderen Charakter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Low-Carb: Wenig Kohlenhydrate  - und das Hüftgold schmilzt?
Low-Carb verspricht, in nur wenigen Wochen viele Pfunde purzeln zu lassen. Hollywoodstars und Fitnessgurus schwören darauf. Doch stimmt das?
Low-Carb: Wenig Kohlenhydrate  - und das Hüftgold schmilzt?
Keine Lust mehr auf Pizza? Sie könnten schwer krank sein
Sie könnten jeden Tag Salami-Pizza essen – doch plötzlich vergeht Ihnen die Lust? Dann könnte es ein Anzeichen auf etwas Bedrohliches sein.
Keine Lust mehr auf Pizza? Sie könnten schwer krank sein
Frau stirbt an Proteinüberdosis: Kann mir das auch passieren?
Mit nur 25 Jahren starb Bodybuilderin und Mutter Meeghan Hefford an einer Proteinüberdosis. Der Grund: ein seltener Gen-Defekt. Doch was hat es damit auf sich?
Frau stirbt an Proteinüberdosis: Kann mir das auch passieren?
Dokumentation lückenhaft: Kein Beleg für Behandlungsfehler
Bei einem Eingriff kommt es zu Komplikationen. Am Ende steht die Frage im Raum, ob der Arzt einen Fehler gemacht hat. Vor Gericht wäre die Dokumentation der Behandlung …
Dokumentation lückenhaft: Kein Beleg für Behandlungsfehler

Kommentare