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Unser Charakter lässt sich an Gehirnstruktur ablesen, sagen Forscher (Symbolfoto).

Persönlichkeit

Unser Charakter lässt sich am Gehirn ablesen

Forscher haben nach eigenen Angaben einen auffälligen Zusammenhang zwischen der Gehirnstruktur von Menschen und ihrer Persönlichkeit gefunden.

Die Form des Gehirns könne "Hinweise darauf geben, wie wir uns verhalten - und welches Risiko wir haben, seelische Störungen zu entwickeln", erklärte die Universität Cambridge am Mittwoch.

Gehirnstruktur gibt Hinweis auf Charakter

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie Gehirnscans von mehr als 500 Probanden im Alter zwischen 22 und 36 Jahren aus. Dabei untersuchten sie vor allem die Dicke, Oberflächengröße und die Zahl der Falten der Hirnrinde.

Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass beispielsweise Neurotizismus - eine besondere Anfälligkeit für seelische Verletzungen - besonders häufig bei Menschen mit einer dickeren Hirnrinde von geringerer Oberfläche vorkommt. 

Gehirn-Form gibt Auskunft über Verhalten

Der Charakterzug Aufgeschlossenheit und Offenheit ist hingegen mit einer dünneren Hirnrinde und einer größeren und stärker gefalteten Oberfläche verbunden.

Laut Co-Autorin Roberta Riccelli von der italienischen Magna Graecia-Universität ist es die erste Studie, die eine klare Verbindung zwischen Hirnstruktur und Persönlichkeitszügen zieht. Möglicherweise könnten die Erkenntnisse dazu führen, bereits in einem frühen Stadium Menschen zu erkennen, die für bestimmte seelische Störungen anfällig sind, und die Betroffenen entsprechend früh zu behandeln, sagte Riccelli.

Die Studie wurde am Mittwoch in der Fachzeitschrift "Social Cognitive and Affective Neuroscience" veröffentlicht.

Funktioniert das Gehirn von Sting anders?

Anhand der Gehirnaktivitäten können Forscher aber auch besondere Talent bei herausragenden Persönlichkeiten erkennen. Für die Wissenschaft hat der britische Musiker Sting schon sein Gehirn scannen lassen. Das Ergebnis war verblüffend.

Die beste Schlafposition gegen Müll im Gehirn

Es gibt Bauchschläfer, Rückenschläfer oder auch Seitenschläfer - doch wie wir uns betten, beeinflusst unser Wohlbefinden, aber auch unser Gehirn, wie Forscher herausgefunden haben.

Es gibt vier Blutgruppen A,B, AB oder 0. Sie sind bei einer Bluttransfusionen wichtig. Aber auch über unser Gehirn verrät die Blutgruppe einiges.

Das Gehirn ist ein verblüffendes Organ: Diese 7 Fakten sollten Sie kennen.

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AFP

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