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Ein verbrannte Wurst schmeckt nicht nur schlecht, sondern ist auch schädlich für die Gesundheit.

Abkratzen oder Wegwerfen?

Ist eine verbrannte Wurst wirklich krebserregend?

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Die Stimmung ist gut, die Grillparty in vollem Gange – und bevor man sich versieht, sind die ersten Würstchen angebrannt. Kann man die noch essen?

Vor diesem Dilemma stand schon jeder: Die leckere Bratwurst oder das Steak war zu lange auf dem Grill und ist nun schwarz angebrannt. Der Hunger nagt – und schließlich will man sein teures Fleisch nicht umsonst bezahlt haben. Doch ist es wirklich eine gute Idee, das angekokelte Essen noch zu verzehren?

Verbranntes Fleisch: Ist es krebserregend?

Kurz gesagt: Ja, das ist es. Denn laut der Deutschen Krebsforschung entstehen an den schwarzen Stellen heterozyklische aromatische Amina (HAA), die eindeutig Gewebeveränderungen im Dickdarm herbeiführen können.

Das bestätigte auch eine Studie von Sabine Rohrmann, der Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Prävention von Krebs an der Universität Zürich, und ihrer Mitarbeiter: Von rund 4.500 Probanden, die auf ihre Essensgewohnheiten befragt wurden, zeigten sich bei denen, die ihr Fleisch gerne länger brutzeln lassen, bis zu 50 Prozent mehr Dickdarmadenome. Diese bilden eine Vorstufe für Dickdarmkrebs. Deshalb: Finger weg von verbranntem Essen.

Grillen: Vermeiden Sie bläulichen Rauch

Was Ihnen vielleicht auch schon mal passiert ist: Wenn die Marinade oder das Fett aus dem Fleisch in die Glut tropft, steigt plötzlich ein bläulicher Rauch auf. Dabei handelt es sich um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die beim Einatmen zu Gesundheitsschäden führen können und ebenfalls krebserregend sind.

Erfahren auf tz.de, ob auch Nutella krebserregend ist.

Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor krebserregenden Stoffen

Da kaum jemand auf den Grillspaß verzichten will, finden Sie hier einige Grill-Tipps von Onmeda, die die Entstehung von HAA und PAK verhindern:

  • Verwenden Sie Grillschalen: Auf diese Weise tropft der Fleischsaft oder das Fett gar nicht erst in die Glut.
  • Nehmen Sie Holzkohle und Holzkohlebriketts: Denn harziges Holz, Kiefernzapfen und Papier begünstigt die Entstehung von PAK. Die Holzkohle sollten Sie außerdem gut durchglühen, bevor Sie das Fleisch auf den Grill legen, damit es nicht so viel von dem PAK-haltigen Rauch abbekommt.
  • Benutzen Sie einen Vertikalgrill: Hier wird die Grillkohle vertikal eingeführt und das Fleisch wird senkrecht gegrillt. Auf diese Weise tropft ebenfalls kein Fett in die Glut.
  • Kaufen Sie mageres Grillfleisch und tupfen Sie es vorher mit Küchenpapier ab.

Weitere Tipps zum richtigen Brutzeln von Fleisch finden Sie im großen Grill-Ratgeber von tz.de.

Von Franziska Kaindl

Grillsoßen für Fleisch, Fisch und Gemüse

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