+
Die Trauer wegen eines Verlusts kann pathologisch werden. Hier hilft ein Therapeut. Foto: Patrick Seeger

Verharren in Trauer kann krankhaft sein

Leipzig (dpa/tmn) - Wer sechs Monate nach dem Verlust einer geliebten Person noch immer stark verzweifelt ist, sollte einen Therapeuten um Rat fragen. Die Diagnose könnte pathologische Trauer sein.

Trauer kann krankhafte Züge annehmen. Sind Trauernde nach sechs Monaten immer noch stark in ihrer Verzweiflung gefangen, und finden nicht in den Alltag zurück, kann ihnen eine Therapie zur Bewältigung der Trauer helfen. Weitere Anzeichen sind, wenn Betroffene ihr Leben als sinn- und bedeutungslos empfinden und sich intensiv nach dem Verstorbenen sehnen. Darauf weist Prof. Anette Kersting von der Universität Leipzig hin, die zum Thema Trauer forscht.

In einer Studie konnte sie nachweisen, dass fast 7 Prozent der Menschen in Deutschland, die einen Verlust erlebt haben, eine pathologische Trauer entwickeln. Eine psychotherapeutische Behandlung kann Betroffenen helfen, ihre Trauer zu bewältigen. Außerdem bietet eine Selbsthilfegruppe die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Low-Carb: Wenig Kohlenhydrate  - und das Hüftgold schmilzt?
Low-Carb verspricht, in nur wenigen Wochen viele Pfunde purzeln zu lassen. Hollywoodstars und Fitnessgurus schwören darauf. Doch stimmt das?
Low-Carb: Wenig Kohlenhydrate  - und das Hüftgold schmilzt?
Keine Lust mehr auf Pizza? Sie könnten schwer krank sein
Sie könnten jeden Tag Salami-Pizza essen – doch plötzlich vergeht Ihnen die Lust? Dann könnte es ein Anzeichen auf etwas Bedrohliches sein.
Keine Lust mehr auf Pizza? Sie könnten schwer krank sein
Frau stirbt an Proteinüberdosis: Kann mir das auch passieren?
Mit nur 25 Jahren starb Bodybuilderin und Mutter Meeghan Hefford an einer Proteinüberdosis. Der Grund: ein seltener Gen-Defekt. Doch was hat es damit auf sich?
Frau stirbt an Proteinüberdosis: Kann mir das auch passieren?
Dokumentation lückenhaft: Kein Beleg für Behandlungsfehler
Bei einem Eingriff kommt es zu Komplikationen. Am Ende steht die Frage im Raum, ob der Arzt einen Fehler gemacht hat. Vor Gericht wäre die Dokumentation der Behandlung …
Dokumentation lückenhaft: Kein Beleg für Behandlungsfehler

Kommentare