+
Erst reicht eine Tasse, bald muss es eine ganze Kanne Kaffee sein. Verliert das Aufputschgetränk mit höherem Konsum seine Wirkung?

Bei höherem Konsum

Nachgefragt: Verliert Kaffee an Wirkung?

Wer viel Kaffee trinkt, bei dem wirkt das Koffein mit der Zeit nicht mehr so stark. So jedenfalls lautet eine gängige Behauptung, die viele auch bei sich selbst zu beobachten meinen. Was ist wirklich dran?

Erst reicht noch eine Tasse als Muntermacher, dann werden es drei, und schließlich ist man bei einer ganzen Kanne Kaffee am Tag. Kein Wunder - schließlich verliert Kaffee mit der Zeit an Wirkung, so hört man es zumindest oft. Aber stimmt das eigentlich?

"Die gefühlte Wirkung lässt nach", sagt Dr. Tomislav Majic aus der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus. Allerdings tritt dieser Effekt bei Koffein erst bei hohen Tagesdosen auf und ist insgesamt deutlich weniger ausgeprägt als bei Alkohol oder illegalen Drogen.

Man spricht von der sogenannten Toleranzentwicklung: "Die gleiche Dosierung hat einen geringeren Effekt beziehungsweise für den gleichen Effekt muss man mehr zu sich nehmen", sagt Majic. Diese Gewöhnung ist aber umkehrbar: "Wenn man den Kaffeekonsum wieder reduzieren würde, hätte weniger Koffein nach einer Zeit wieder mehr Effekt."

Kaltgetränk und Playlist: Neues bei Kaffeeautomaten

dpa/tmn

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Hat Wodka Red Bull etwa dieselbe Wirkung wie Kokain?
Für viele Partylöwen gehört Alkohol einfach dazu. Wodka mit Wachmacher Red Bull gemischt, zählt hier zu den beliebtesten Longdrinks - mit bösen Langzeit-Folgen.
Hat Wodka Red Bull etwa dieselbe Wirkung wie Kokain?
Neue Stotter-Therapien online: Sprechübungen weltweit
Geschätzt gibt es in Deutschland mehr als 800 000 Menschen, die stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Einer der Auswege: …
Neue Stotter-Therapien online: Sprechübungen weltweit
Nach Lipödem-Drama: Warum zahlt die Krankenkasse keine OP?
Viele Frauen leiden unter den Folgen eines Lipödems. Doch Krankenkassen wollen eine Fettabsaugung nicht bezahlen. Was Betroffene tun können, erfahren Sie hier.
Nach Lipödem-Drama: Warum zahlt die Krankenkasse keine OP?
Studie enthüllt: Veganer sind oft depressiver als Fleischesser
Vegan zu essen gilt als gesund und ist im Trend. Doch Ärzte warnen: Durch diese Ernährung kann ein Nährstoffmangel entstehen – und Depressionen begünstigt werden.
Studie enthüllt: Veganer sind oft depressiver als Fleischesser

Kommentare