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Ist ein videoüberwachter Antigen-Schnelltest ein gültiger Nachweis, dass man Corona-negativ ist?

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Jemand hält ein Smartphone und einen Schnelltest in den Händen.
Videoüberwachte Schnelltests lassen sich von daheim aus machen – doch gilt diese Art der Testung für einen gültigen 3G-Nachweis? © Zacharie Scheurer/dpa

Sich den Weg ins Testzentrum sparen und einfach daheim den Antigen-Schnelltest unter Videoüberwachung machen? Klingt gut, doch ein Experte sieht Probleme.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät zur Vorsicht bei videoüberwachten Corona-Schnelltests*. Derartige Zertifikate seien mit Blick auf die aktuellen gesetzlichen Vorgaben als 3G-Testnachweis zur Vorlage am Arbeitsplatz oder in der Bahn nicht gültig, erklärt der bei der Verbraucherzentrale tätige Gesundheitsrechtsexperte Arne Weinberg.

Er bezieht dabei auf die entsprechende Corona-Testverordnung, wonach bei Antigen-Tests zur Eigenanwendung die Durchführung „vor Ort“ von einem Leistungserbringer überwacht werden muss. Auch das Bundesgesundheitsministerium sieht in videoüberwachten Selbsttests keinen gültigen Testnachweis im Sinne der geltenden Verordnungen.

Corona-Test per Video: Arbeitsrechtliche Konsequenzen möglich

Eine mögliche Konsequenz: Mit so einer ungültigen Bescheinigung gehe man das Risiko ein, im Rahmen einer 3G-Regel am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Verkehrsmitteln keinen Zugang zu bekommen, so Weinberg. Für Arbeitnehmer könne das aus seiner Sicht durchaus Konsequenzen nach sich ziehen, etwa Abmahnungen oder Lohnkürzungen.

„Wenn ein Arbeitnehmer aufgrund eines ungültigen Tests seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann, ist ihm nach meiner Auffassung jedenfalls Fahrlässigkeit vorzuwerfen“, so der Jurist weiter, „da er die öffentlichen Warnungen der Ministerien und Medien vor derartigen Tests hätte zur Kenntnis nehmen können.

Video-Schnelltest kein „Bürgertest“

Bei den videoüberwachten Schnelltests kauft man einen zugelassenen Selbsttest und testet sich vor der eingeschalteten Smartphone-Kamera. Geschulte Kräfte schauen dabei zu, prüfen das Ergebnis und senden dann das Testzertifikat zu. Die Kosten von 15 bis 20 Euro muss man selbst tragen. Es ist kein kostenloser „Bürgertest“, wie er in Testzentren möglich ist. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.d

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