Eilverordnung für Bayern

Vogelgrippe-Vorsorge: Tests vor der Schlachtung

München/Erlangen - Nach den Vorfällen in Niedersachsen reagiert der Freistaat. Künftig müssen Enten und Gänse auf den Virus H5N8 untersucht werden, ehe sie auf dem Schlachthof landen.

Enten und Gänse müssen in Bayern künftig vor dem Schlachten auf Vogelgrippe getestet sein. Seit dem vergangenen Montag gilt eine entsprechende Eilverordnung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Danach müssen von einem Transport zum Schlachthof stichprobenmäßig mindestens 60 Tiere auf das Vogelgrippevirus untersucht werden, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen an diesem Dienstag sagte. Bisher habe es im Freistaat keinen Fall gegeben.

Sei ein Tier befallen, gehe der Transport nicht in den Schlachthof. Die Proben dürfen nicht länger als sieben Tage vor der Schlachtung entnommen worden sein. Fast 2700 Betriebe in Bayern halten Gänse, Enten und Truthühner, insgesamt gut eine Million Tiere.

Verordnung soll Ausbreitung der Infektion verhindern

Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern häufig kaum Anzeichen eines Befalls mit dem Vogelgrippevirus H5N8. Damit besteht das Risiko, dass unerkannt infizierte Tiere zur Schlachtung gelangen. Die Verordnung soll die Ausbreitung der vor allem für Hühnervögel gefährlichen Infektion eindämmen. Menschen sind nach bisherigen Erkenntnissen durch den Erreger H5N8 nicht gefährdet.

Am Wochenende war zum zweiten Mal binnen einer Woche das Virus auf einem Hof in Niedersachsen nachgewiesen worden. Nach einem Fall im Landkreis Cloppenburg bestätigte sich auch ein Verdachtsfall im Kreis Emsland. Ebenfalls am Wochenende wiesen Experten den Virustyp bei einem toten Wildvogel nach, der vor zwei Wochen an der Elbe in Sachsen-Anhalt gefunden worden war. Die Bundesregierung reagierte mit der Eilverordnung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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