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Mit regelmäßiger Bewegung, beispielsweise Walking, kann man sein Herz stärken und die Gefäße geschmeidiger machen.

Bluthochdruck: So können Sie vorbeugen

Bluthochdruck vorbeugen? Mit regelmäßiger Bewegung, beispielsweise Walking, kann man sein Herz stärken und die Gefäße geschmeidiger machen. Hier Tipps vom Experten, was sie sonst noch tun können:

1. Erst zum Arzt, dann mit der Bewegung loslegen!

 „Es ist ganz wichtig, dass der Patient zunächst seinen Blutdruck einstellen lässt“, rät Professor Martin Halle vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin am Olympiapark. „Die Medikamente müssen vorsichtig eingeschlichen und dann langsam gesteigert werden.“ Sonst gehe es dem Patienten erstmal schlechter statt besser. Halle: „Schließlich hat er sich ja oft schon über Jahre hinweg an seinen erhöhten Blutdruck gewöhnt.“ Es dauert auch eine Zeit lang, bis sich die Bewegung positiv auf den Blutdruck auswirkt. Die ersten Effekte könne man in der Regel nach sechs bis zehn Wochen beobachten, erläutert der Professor.

2. Kontrolliert abnehmen!

Als Faustregel gilt: „Wer zehn Kilo abnimmt, senkt seinen Blutdruck dadurch um 10mmHg“, erklärt Halle. Das schafft man am besten, indem man den Alkohol reduziert: „Der macht von Haus aus hohen Blutdruck und regt den Appetit an. Will man auf Alkohol nicht verzichten, dann sollte man lieber ein Glas Wein als ein Bier trinken.“ Außerdem müsse mehr Gemüse auf den Tisch. „Gemüse ist viel effektiver als Obst. Mit Obst nimmt man aufgrund des hohen Zuckergehalts schlechter ab. Schauen Sie sich mal an, wie viele Kalorien Apfelsaft hat und vergleichen das mit Tomatensaft.“

3. Salz reduzieren!

Das ist besonders schädlich für den Blutdruck. Hohe Dosierungen finden sich etwa in Wurstwaren, Käse und Brot. „Die meisten Menschen essen zu viel Salz – auch deshalb, weil die Bäcker zu viel Salz verarbeiten“, sagt Halle: „Zur Einordnung: Mit zwei Scheiben Volkornbrot hat man den Tagesbedarf an Salz bereits gedeckt.“

4. Gefäße trainieren!

„Geschädigte Gefäße kann man sich wie den Gummi an Omas Einmachglas vorstellen. Der ist beim Einfüllen noch biegsam und wird mit den Jahren immer spröder“, beschreibt Professor Halle. Aber auch wenn die Gefäße bereits gelitten haben: „Man kann sie trainieren“, erklärt der Mediziner, „Sport macht die Gefäße wieder geschmeidiger.“

5. Maßvoll bewegen!

„Für Hypertonie-Patienten ist die Belastung beim Joggen oft zu hoch. Nordic-Walking macht mehr Sinn. Radeln eignet sich auch. Oder Wechselläufe. Damit meine ich: Mal etwas schneller traben, dann wieder normal gehen.“ Vom Schwimmen rät der Experte Bluthochdruck- Patienten ab. „Dabei ist der Blut-Rückfluss zum Herzen erhöht, die Gefäße werden komprimiert.“

6. Im unteren Leistungsbereich trainieren!

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass Bluthochdruck-Patienten beim Sporteln nicht bis an ihre persönliche Leistungsgrenze gehen. Professor Halle: „Wenn man im oberen Bereich trainiert, wird der Blutdruck nicht besser und das Allgemeinbefinden genausowenig. Das trifft für die ersten sechs Wochen zu, danach kann auch die Intensität gesteigert werden“.

Andreas Beez

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