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Um Nachwuchs zu zeugen, benötigen viele Paare medizinische Hilfe. Eine künstliche Befruchtung ist dabei nur eine von mehreren Möglichkeiten. Ein Foto: Waltraud Grubitzsch

Von Hormonen bis Operation: Fruchtbarkeitsstörungen behandeln

In der Lebensplanung stand es eigentlich schon fest: Kinder gehören dazu. Was aber, wenn es mit dem Schwangerwerden einfach nicht klappt? Je nach Ursache gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Köln (dpa/tmn) - Will sich der Kinderwunsch nicht erfüllen, ist das für ein Paar häufig sehr belastend. Die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit kann am Mann, der Frau oder beiden gemeinsam liegen. Deshalb ist eine ärztliche Untersuchung wichtig, wenn das Paar schon länger ohne Erfolg versucht, schwanger zu werden. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Von Unfruchtbarkeit spricht man, wenn ein Paar ein Jahr lang regelmäßig ungeschützten Sex hat und sich kein Nachwuchs ankündigt.

Bei der Frau sind mögliche körperliche Ursachen etwa hormonelle Störungen, Schädigungen des Eileiters oder der Eierstöcke, Myome oder eine Endometriose. Bei den Männern können ebenfalls hormonelle Störungen, eingeschränkte Samenqualität, verschlossene Samenleiter oder Erektionsstörungen körperliche Ursachen sein. Auch Krankheiten, psychische oder genetische Störungen oder Umwelteinflüsse können die Fruchtbarkeit stören.

In Europa bekommen laut Schätzungen 1 bis 2 von 100 Frauen zwischen 20 und 44 Jahren kein erstes Kind, obwohl sie seit mehreren Jahren nicht verhüten und regelmäßig Geschlechtsverkehr haben.

Kommt bei der Untersuchung heraus, dass hormonelle Störungen die Ursache sind, kommen zur Behandlung Hormonpräparate zum Einsatz. Bei Myomen hilft manchmal eine Operation. Bildet der Mann nur wenige Samen, lassen sie sich direkt in die Gebärmutter der Frau übertragen - man bezeichnet das als Insemination. Das ist auch eine Möglichkeit, wenn der Schleim im Gebärmutterhals von den Samenzellen nicht durchdrungen werden kann.

Eine Alternative ist die künstliche Befruchtung. Dabei werden der Frau Eizellen entnommen. Im Labor werden dann Samenzellen vom Mann zur Eizelle gegeben - die Befruchtung findet von selbst statt. Bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion wird eine Samenzelle direkt mit einer Nadel in eine Eizelle gespritzt. War die Befruchtung erfolgreich, setzt der Arzt höchstens drei Embryonen in die Gebärmutter ein.

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