Aus der scharfen Ingwerknolle lässt sich bei Husten ein Saft oder eine Mischung zum Einreiben herstellen. Foto: Andrea Warnecke
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Aus der scharfen Ingwerknolle lässt sich bei Husten ein Saft oder eine Mischung zum Einreiben herstellen.

Pflanzlich und heilsam

Von Zwiebel bis Ingwer - Hausmittel gegen Husten

Ist die Luft draußen kalt und in den Räumen beheizt, zieht man sich schnell mal einen Husten zu. Bis er abklingt, können Betroffene versuchen, die Symptome zumindest ein wenig zu lindern.

Husten ist lästig - und schwer zu behandeln. Ist er einmal da, bleibt er häufig für mehr als zwei Wochen. Selbst mit Antibiotika lässt sich die Dauer kaum verkürzen.

Wer nicht einfach sprichwörtlich abwarten und Tee trinken will, kann es mit pflanzlichen Säften versuchen, sagt Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin.

Thymian und Efeu

«Gut belegt ist die Wirkung von Thymian und Efeu", erklärt er. «Auch die heilen Husten natürlich nicht über Nacht.» Sie könnten die Dauer aber etwas verkürzen und Symptome lindern, sagt Michalsen. Das bestätigt auch die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, eine Art Richtschnur, an der sich Ärzte orientieren.

Meerrettich, Kresse, Zwiebel oder Ingwer

Auch auf Hausmittel können Betroffene zurückgreifen. «Gegen Husten helfen Scharfstoffe wie Meerrettich, Kresse, Zwiebel oder Ingwer», sagt Michalsen. Dabei spiele keine Rolle, wie man sie zubereitet: als Saft - zum Beispiel angerührt mit Honig - oder zu Pulver zermahlen.

Wer die Kräuter oder Wurzeln nicht essen möchte, kann daraus auch eine Mischung zum Einreiben auf der Brust zubereiten. «Ingwer und scharfe Gewürze sollte man aber nicht zu konzentriert und zu lange einwirken lassen», warnt der Mediziner vom Immanuel Krankenhaus, das sich unter anderem auf Naturheilkunde spezialisiert hat. «Es könnte sonst verbrennungsartige Hautreizungen geben.»

Bienenwachs für die Brust

Bei Kindern haben sich dem Arzt zufolge auch Bienenwachsauflagen bewährt. Mit einem Föhn kann man sie auf der Brust anwärmen. Grundsätzlich gilt, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen: Bleibt der Husten länger als drei Wochen oder kommt Fieber hinzu, sollte der Betroffene zum Arzt gehen.

Hilft Ingwer gegen Reiseübelkeit?

Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen - gerade im Winter gilt Vitamin C als Wundermittel gegen Erkältungen. Forscher haben untersucht, ob Vitamin C wirklich dagegen hilft.

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
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dpa/tmn

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