Gute Cremes schützen die Haut vor Sonnenbrand.

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Vorsicht vor einem allzu ausgiebigen Sonnenbad

Ob am Pool oder am Strand – Sonnenbaden ist für viele Menschen ein Genuss. Doch manche übertreiben es und bleiben zu lange in der Sonne. Die Folge: Ein schmerzhafter Sonnenbrand. Dabei kann man sich dagegen mit einfachen Mitteln schützen.

„Natürlich lieben und brauchen wir die Helligkeit und die Wärme, die uns das Sonnenlicht bringt. Sie stimuliert die Vitamin-D-Synthese und die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen wie Serotonin“, erklärt Prof. Eckard Breitbart, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Allerdings genüge es zum Erreichen dieser „biopositiven Effekte“ bereits, zehn Minuten am Tag im Freien zu verbringen. Ein ausgedehntes Sonnenbad sei unnötig.

„Wer sich zu häufig und lange direkter Sonne aussetzt, nimmt gravierende Gesundheitsschäden in Kauf“, warnt Breitbart. Sonnenbrände und -allergien seien dabei nur der Anfang. Längerfristig könne eine Überdosierung der in der Sonne enthaltenen UV-Strahlung irreparable DNA-Veränderungen auslösen und damit das Hautkrebsrisiko enorm steigern.

Info

Besonders wichtig ist Sonnenschutz bei Kindern. Da die Haut von Kindern wesentlich empfindlicher gegenüber UVStrahlung ist,kann es sehr schnell zu Sonnenschäden kommen.Kinder unter drei Jahren sollten deshalb gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden und auch bei den Älteren sind verschärfte Schutzvorkehrungen angezeigt.

Riskant sind nicht allein intensive „Akutbestrahlungen“, sondern auch eine überhöhte Bestrahlung über die Jahre hinweg. Hautkrebs stellt mittlerweile den häufigsten bösartigen Tumor bei hellhäutigen Menschen dar. Alleine in Deutschland gab es 2010 rund 195 000 Neuerkrankungen. „Zu viel Sonne führt auch zu frühzeitiger Hautalterung, die sich in erster Linie durch nachlassende Spannkraft und Elastizität, Falten und Pigmentstörungen zeigt“, erklärt Elena Helfenbein, Beautyexpertin des Verbandes der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse (VKE). Daher ist es sinnvoll, die Mittagshitze bei Freiluftaktivitäten zu meiden und das Sonnenverhalten nach dem Hauttyp zu richten. Je nach Pigmentierung variiert die Eigenschutzzeit: „Wer hell, sommersprossig und rotblond ist wie Boris Becker, sollte nach zehn Minuten aus der Sonne. Julio Iglesias-Typen vertragen weit mehr.“

Hält man sich länger in der Sonne auf, sollte man unbedingt Schutzmaßnahmen ergreifen: Die Kleidung sollte aus einem eng gewebten Material bestehen. Zudem sollte auf Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht verzichtet werden. Das Gesicht sowie alle freiliegenden Körperstellen sollten eingecremt werden.

Welcher Lichtschutzfaktor (LSF) dabei der richtige ist, ist abhängig von der Haut: „Bei Kindern und sehr hellhäutigen, sonnenempfindlichen Menschen empfiehlt sich mindestens ein LSF von 30 für den Körper und 50 fürs Gesicht“, gibt Helfenbein ein Beispiel. Das Mittel der Wahl müsse zudem unbedingt einen UVAund UVB-Filter haben, europäischen Standards entsprechen und noch haltbar sein.

Darüber hinaus ist die Effektivität der Sonnenschutzmittel noch von einigen anderen Faktoren abhängig. So etwa davon, dass man sie eine halbe Stunde vor Beginn des Sonnenbads aufträgt und den durch Baden, Sandabrieb oder Schwitzen abgenutzten Schutzfilm durch Nachcremen wieder herstellt. Eine Verlängerung der erlaubten Sonnenzeit, die sich aus dem LSF und dem Eigenschutzfaktor der Haut ergibt, wird dadurch aber nicht erreicht.

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