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Hacken, Graben, Tragen: Gartenarbeit erfordert einen starken Rücken.

Gartenarbeit ohne Schmerzen

Vorsicht Hexenschuss: Tipps für den Rücken

München - Mit dem Frühling kommt die Gartenarbeit - und beim Jäten, Harken und Düngen macht schnell der Rücken schlapp. Mit unseren Tipps vermeiden Sie Schmerzen und Hexenschuss.

Unkraut ausreißen, harken, düngen, pflanzen – im Garten ist im Frühjahr viel zu tun. Die nötigen Arbeiten gehen dabei oft richtig ins Kreuz. Das kann zum Problem werden, wenn der Rücken im Winter kaum gefordert wurde. Die plötzliche starke Belastung bei der Gartenarbeit könne zu einem Hexenschuss führen, warnt man bei der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Gemeint ist ein plötzlicher, heftiger Schmerz, der dem Betroffenen wie der Blitz ins Kreuz schießt. Die Beschwerden halten länger an und zwingen den Patienten oft in eine gebückte Haltung. Auslöser ist häufig eine ruckartige Bewegung oder auch das Tragen einer schweren Last. Ganz wichtig ist es dann, eine Schonhaltung zu vermeiden, warnen die Experten. Denn das kann die Beschwerden noch verschlimmern. Darum darf man durchaus rezeptfreie Schmerzmittel einnehmen, allerdings nicht länger als zwei oder drei Tage.

Wärme für das Kreuz

Zudem sollte man seinem Rücken Wärme gönnen – etwa mit einem heißen Bad oder einer Rotlichtlampe. Halten die Beschwerden auch drei Tage später noch an, bleibt nur der Weg zum Orthopäden gehen. Sofort sollte man diesen aufsuchen, wenn auch Lähmungserscheinungen, Kribbeln und ein Missempfindungen an den Beinen auftreten – sie können auf eine ernstere Ursache hindeuten. Doch die Gefahr eines Hexenschusses lässt sich senken. So ist ein gut trainierter Rücken weniger anfällig dafür. Es lohnt sich also, die Muskeln im Kreuz durch Übungen daheim oder im Fitnessstudio zu stärken – und das nicht nur für die Gartenarbeit.

Richtig heben

Doch nicht nur ein starker Rücken ist ein Schutz vor einem Hexenschuss. So sollte man, um schwere Gegenstände aufzuheben, in die Knie gehen und den Rücken gerade halten. Beim Tragen hält man die Last am besten ganz nahe am Körper – oder benutzt besser gleich eine Schubkarre. Gift für den Rücken ist auch Zugluft. Die Kälte lässt Muskeln schnell verkrampfen. Besonders bei Arbeiten, bei denen man schnell ins Schwitzen kommt, lässt man den Rücken daher besser bedeckt. Wichtig auch: regelmäßige Pausen. Diese nutzt man am besten, um sich mal ordentlich zu strecken. ANDREA EPPNER

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