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Magensäureblocker sind bei ernährungsbedingten Beschwerden wie Aufstoßen, Völlegefühl oder Übelkeit nicht notwendig. Foto: Susann Prautsch

Nicht gleich Tabletten nehmen

Was gegen Magenbeschwerden hilft

Auf dem Markt gibt es viele Medikamente gegen Magenbeschwerden. Doch oft ist es gar nicht nötig, gleich eine Tablette zu nehmen. Es kann dem Körper langfristig sogar schaden. Wie verhält man sich bei Magenschmerzen am besten?

Bremen (dpa/tmn) - Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte nicht gleich zu Tabletten greifen - sondern auf den eigenen Körper hören. Dazu rät Hans Michael Mühlenfeld vom Hausärzteverband. "Am besten probiert man selbst aus, ob einem besonders fette Speisen nicht so gut bekommen."

Andere vertragen ballaststoffreiche Nahrung oder das Glas Wein am Abend nicht. Den meisten gehe es zudem besser, wenn sie mehrere kleine Portionen essen und jeden Bissen gut zerkauen. Gegen Sodbrennen helfen Mühlenfeld zufolge auch Hausmittel wie ein Glas Milch oder Bullrich Salz - "alles, was Säure bindet eben".

Viel zu häufig greifen sowohl Ärzte als auch die Patienten selbst seiner Ansicht nach zu Magensäureblockern, sogenannten Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI). "Diese Mittel helfen sehr gut", sagt Mühlenfeld, der in Bremen seine Praxis hat. "Es ist dementsprechend verlockend, sie zu nehmen." Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) warnt in diesem Zusammenhang aber vor Langzeitnebenwirkungen wie zum Beispiel Osteoporose.

PPI wie Omeprazol sollte man deshalb nur nehmen, wenn der Arzt sie verordnet hat und ihre Gabe wirklich notwendig ist. Sie werden zum Beispiel bei durch Säure verursachten Magenkrankheiten eingesetzt oder als Schutz vor Magenblutungen, die etwa durch die Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen werden können.

Mitteilung der DGVS

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