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Rote Bete-Saft besitzt tatsächlich viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, wie Studien ergeben haben. Das kann man von anderen sogenannten Gesundheitsdrinks nicht gerade behaupten.

Vitamin-Booster oder Marketing-Masche?

Wellnessgetränke: Sind sie wirklich so gesund?

Gesundheitsdrinks liegen voll im Trend. Manche versprechen aber mehr, als sie tatsächlich leisten können. Die hochgelobten Wellnessgetränke in der Übersicht.

Weizengras-Smoothies, Kokoswasser und Rote Bete-Saft sind in der Gesundheitsbranche derzeit der Renner schlechthin. Konnte man sie lange Zeit nur übers Internet oder in Naturkostläden kaufen, haben es die gesunden Shots für Zwischendurch sogar bis in die Kühltheken der Discounter geschafft. Wellness to go, sozusagen. Trotz ihres stolzen Preises gehen die Noch-Exoten weg wie warme Semmeln, schließlich will man an seiner Gesundheit ja nicht sparen.

Aber was können diese angeblichen Vitamin-Bomben nun tatsächlich leisten? Sind sie wirklich gesünder als Säfte aus herkömmlichen Obst- und Gemüsesorten? Der Online-Ratgeber für gesunde Ernährung MuscleFood.com hat jetzt die 5 trendigsten Gesundheits-Drinks unter die Lupe genommen. 

Kokoswasser 

Das kalorienarme Kokoswasser ist pur genossen zwar gewöhnungsbedürftig, als Basis grüner Smoothies aber eine herrlich erfrischende Abwechslung, die auch ein bisschen an Urlaub erinnert. Kokoswasser ist ein guter Kaliumlieferant und soll deshalb dem Körper helfen, mehr Wasser aufzunehmen. Gerade beim Sport, wenn man viel schwitzt, sei dies eine gute Möglichkeit, den Flüssigkeitsverlust des Körpers wieder auszugleichen. Auch nach dem Training sei Kokoswasser das ideale Getränk, so die Hersteller, denn es enthalte besonders viele Elektrolyte

Kokoswasser manchmal wahre Zuckerbomben

Wissenschaftliche Beweise, dass Kokoswasser tatsächlich die Wasseraufnahme des Körpers steigert, finden sich bislang jedoch nicht. Abgesehen davon, dass das glasklare Wässerchen mit der gewissen Karibik-Note eine schöne Abwechslung zu Mineralwasser oder aromatisiertem Wasser ist – den Flüssigkeitshaushalt pusht es nicht mehr als herkömmliches Wasser aus der Leitung. Ernährungsberater warnen vielmehr davor, dass manche Hersteller von Kokoswasser dem Getränk auch noch jede Menge Zucker hinzufügen, der ihm schließlich gänzlich den Status als „Gesundheitsgetränk“ entzieht. 

Matcha Tee 

Vor wenigen Jahren hierzulande noch gänzlich unbekannt, hat der Matcha als der ultimative Booster fürs Gehirn seinen Siegeszug angetreten. Ob in Kuchen, in Smoothies oder pur als Tee – das grüne Pulver ist überall anzutreffen. Matcha enthält neben einigen Vitaminen und Mineralien vor allem viele sekundäre Pflanzenstoffe und gilt deshalb als Fänger freier Radikale im Körper. Tatsächlich gibt es Studien, die auf eine gesundheitsfördernde Wirkung des Matchas hindeuten. So heißt es darin, dass er das Krebsrisiko senken und bei der Gewichtsreduktion helfen könne.

Andere Studien haben gezeigt, dass Matcha die Regeneration nach dem Sport fördert und das Immunsystem stärkt. Viele überzeugte Matcha-Tee-Konsumenten schwören auch auf eine ausgleichende Wirkung für den Geist. Bei Letzterem kommt es aber in erster Linie auf die Zubereitung des Tees an, ob er eher beruhigend oder belebend wirkt. 

Weizengras 

Ob trendy auch gesund ist, wurde auch beim nächsten Kandidaten im Test untersucht: So soll Weizengras gleich eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen besitzen: Es beinhaltet sämtliche Mineralstoffe, viele Vitamine, Eiweiße, den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll, der für die Blutbildung gut ist sowie viele Antioxidantien.

Manche schwören darauf, dass Weizengras das Lebenselixir schlechthin sei. Die Ernährungsexpertin Alison Hornby von der British Dietetics Association weist jedoch darauf hin, dass Weizengras nicht gesünder ist als jedes andere Gemüse oder Obst. Es ist nur stylischer – und teurer.

Rote Bete-Saft 

Auch an dieses Getränk müssen sich die Geschmacksnerven erst gewöhnen, doch es lohnt sich: Denn Rote Beete-Saft ist in unserem Reigen der Wellness-Drinks der einzige, dessengesundheitsfördernde Wirkung tatsächlich nachgewiesen ist! Rote Bete kann wegen seines hohen Nitratgehalts blutdrucksenkende Effekte haben, zudem enthält die rote Knolle viel Vitamin C und B sowie Kalium

Aktivkohle 

In Großbritannien und den USA wird Aktivkohle gerade total gehyped. Das Pulver findet sich mittlerweile in vielen Lebensmitteln wieder, unter anderem kann man es in seinem Cappuccino, aber auch als schwarzes Wasser genießen. Die Kohle soll angeblich nicht nur die Zähne aufhellen, sondern vor allem den Körper entgiften. Belegt sind diese Theorien jedoch nicht

Der Test konnte deutlich zeigen, dass es keine Trend-Getränke braucht, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ein Gläschen Rote Bete-Saft darf aber gerne ab und zu mal auf den Tisch kommen.

Von Franziska Grosswald

Das Geheimnis guten Kaffees: Röstung und Zubereitung

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