+
So nicht: Verbraucher sollten immer nur die kleinstmögliche Dosis eines Schlafmittels einnehmen - und das nur für kurze Zeit. Foto: Oliver Berg

Wenig und kurz: Schlafmittel mit Vorsicht einnehmen

Hamm (dpa/tmn) - Schlaf- und Beruhigungsmittel können abhängig machen. Das Gefährliche daran: Der Prozess ist schleichend. Wie man richtig mit den Medikamenten umgeht, erklärt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen.

Bei längerer Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln droht eine Abhängigkeit. Wichtig ist deshalb, die Mittel nur in Absprache mit einem Arzt einzunehmen. Darauf weist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hin. Verbraucher sollten immer nur die kleinstmögliche Dosis nehmen und die Mittel nur für kurze Zeit anwenden. Am Ende dieser Zeit ist es wichtig, das Medikament nicht schlagartig abzusetzen, sondern die Dosis langsam zu verringern.

Betroffene merken von ihrer Abhängigkeit zunächst fast nichts, weil sie häufig mit einer Tablette am Tag auskommen und die Dosis nicht steigern müssen, erläutert die DHS. Bei Absetzversuchen kann es aber passieren, dass Entzugserscheinungen auftreten - in Form der ursprünglichen Beschwerden, die dann aber stärker sein können. Die Betroffenen nehmen das Mittel also weiter. Durch die Dauereinnahme droht, dass sie abstumpfen und sich abgeschlagen fühlen.

Grundsätzlich gilt, dass Schlaf- und Beruhigungsmittel nur akut helfen können, aber nicht die Ursache der Probleme bekämpfen. Die lässt sich nur angehen, indem Betroffene ihr Leben bewusst verändern, zum Beispiel mit Hilfe von Entspannungstechniken oder einer Psychotherapie.

Infoblatt zu Risiken bei Medikamenten (pdf)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Grippewelle 2017/2018: So ist die aktuelle Lage in Deutschland
Die Grippewelle hat die Deutschen nun in der kalten Jahreszeit im Griff. Doch wo wütet sie bundesweit in der Influenzasaison 2017/2018 besonders schwer?
Grippewelle 2017/2018: So ist die aktuelle Lage in Deutschland
Krass: Phosphat bleibt im Döner - obwohl es herzkrank machen soll
Kürzlich bestimmte Brüssel, dass Acrylamid in Pommes und Chips reduziert werden soll. Der Grund dafür: mögliche Krebsgefahr. Doch Phosphate im Döner dürfen bleiben.
Krass: Phosphat bleibt im Döner - obwohl es herzkrank machen soll
Streit um Homöopathie bei Krankenkassen
Obwohl homöopathische Therapien laut großen Studien keine Wirkung besitzen, zahlen viele Krankenkassen sie. Damit müsse Schluss sein, fordern Kritiker.
Streit um Homöopathie bei Krankenkassen
Vorsätze für 2018: Weniger Stress und Handy
Die Wünsche für das neue Jahr ähneln denen vergangener Jahre: Weniger Stress erhoffen sich viele. Vor allem Jüngere denken dabei an ihr Handy und wünschen sich mehr …
Vorsätze für 2018: Weniger Stress und Handy

Kommentare