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Weniger Geld für Kliniken mit unnötigen OPs?

Berlin - Rücken, Hüften, Knie - das sind die Bereiche, bei denen nach Expertenmeinung in Deutschlands Krankenhäusern zu oft operiert wird. Jetzt werden detaillierte Daten erwartet.

Die Union will mit besserer Beratung der Patienten und finanziellen Sanktionen für Krankenhäuser unnötige Operationen eindämmen. Unmittelbar vor Veröffentlichung einer seit Monaten erwarteten Studie zur Entwicklung der Behandlungszahlen in Deutschlands Krankenhäusern sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn der Nachrichtenagentur dpa in Berlin: „Genau auf diese Studie warten wir seit Monaten.“ Sie wurde im Auftrag des Bundestages erstellt und soll an diesem Donnerstag in Berlin veröffentlicht werden.

Die Frage sei, ob und für welche Art von OPs es durch die heutige Bezahlung der Behandlungen durch Pauschalen einen finanziellen Anreiz gebe, mehr als nötig zu operieren, so Spahn. Das Thema gehöre dann auch in die derzeit regelmäßig tagende Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zur geplanten Krankenhausreform.

Weniger Geld für Kliniken mit zweifelhaften Ergebnissen

„Über die Möglichkeit zur Zweitmeinung und gezielten Preisabschlägen sollten wir dann gegensteuern“, sagte Spahn. Patienten sollten sich vor einer OP also verstärkt zweite Meinungen von Ärzten einholen können. Zudem geht es um weniger Geld für Kliniken mit zweifelhaften Ergebnissen bei bestimmten Operationen.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der dpa: „Was die Zahl der Operationen pro Einwohner angeht, ist Deutschland schon heute weltmeisterlich.“ Obwohl immer mehr operiert werde, rutschten immer mehr Krankenhäuser in die roten Zahlen. Bund und Länder müssten einen Zukunftsplan für die Krankenhäuser erstellen mit dem Ziel einer guten Basisversorgung vor Ort und Spezialversorgung in der Region.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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